Zu Gast im Forum der Grundschule Spormecke

Polizistin Petra Reinwald leistet Präventionsarbeit in Schalksmühle

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Kriminalhauptkommissarin Petra Reinwald referierte zum Thema „Ansprechen von Kindern und Handlungshilfen für Eltern“.

Schalksmühle - „Prävention muss jeden Tag gelebt werden, wie das tägliche Zähneputzen!“ Das sagt Kriminalhauptkommissarin Petra Reinwald vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei des Märkischen Kreises.

Sie war im Forum der Grundschule Spormecke zu Gast und referierte zum Thema „Ansprechen von Kindern und Handlungshilfen für Eltern“. Eingeladen zu der Veranstaltung waren Eltern des Awo-Kindergartens Mittendrin, des evangelischen Kindergartens Heedfeld und der Grundschule Spormecke. 

In Situationen, in denen Kinder von fremden Personen angesprochen werden, sind die Eltern in aller Regel nicht vor Ort, um ihren Nachwuchs vor möglichen Gefahren zu beschützen. Wichtig, so die Referentin, sei es in diesem Zusammenhang, die Kinder zu starken, selbstbewussten Persönlichkeiten zu erziehen, die mögliche Gefahrensituationen selbst einschätzen und sich selbst in Sicherheit bringen können. 

„Fremd“ ist ein schwieriger Begriff 

Darüber hinaus gab die Referentin Tipps, wie sich Eltern verhalten sollten, wenn ihre Kinder bereits in eine mögliche oder akute Gefahrensituation gekommen sind und davon berichten. „Wichtig ist, dass Kindern nicht gesagt wird, dass sie sich vor Fremden in Acht nehmen sollen“, betonte die Referentin. „Ihre Aufmerksamkeit soll sich auf Taten von Menschen beziehen.“ 

Denn im konkreten Fall können Kinder mit dem Begriff „fremd“ oft nichts anfangen. Für viele Kinder ist bereits die Person nicht mehr fremd, die sich dem Kind mit Namen vorstellt oder die das Kind mit dessen Namen anspricht. 

„Darüber hinaus sollte Kindern vermittelt werden, dass sie Distanz zu einem Fahrzeug halten sollen, aus dem sie angesprochen werden, und auch mal den Zuruf oder den Aufruf ignorieren dürfen, wenn ihnen unwohl dabei ist“, sagt Petra Reinwald. 

Immer auf demselben Weg bleiben 

Wird ein Kind schließlich von einem Täter angesprochen, erhält Angebote wie die Aussicht auf ein Geschenk oder wird bedrängt, sollte es laut schreien und sofort weglaufen. Generell, sollte sich das Kind präventiv verschiedene Regeln aneignen – unter anderem, dass Weglaufen nicht feige ist, dass niemand etwas von ihm verlangen darf, dass es nicht möchte, dass es nie mit jemandem mitgehen oder mitfahren darf ohne Genehmigung der Eltern oder dass das Kind immer mit Freunden zur Schule oder nach Hause gehen und auf denselben Wegen bleiben muss. 

Eltern von Schul- und Kindergartenkindern folgten dem Vortrag der Polizistin im Forum der Grundschule Spormecke.

„Sollte ihr Kind jedoch einmal gegen diese Regeln, die regelmäßig immer wieder aufgefrischt werden müssen, verstoßen, ist es wichtig, nicht aufgeregt zu sein und nicht mit dem Kind zu schimpfen“, betont die Referentin. „Ansonsten wird sich ihr Kind im Wiederholungsfall möglicherweise nicht mehr an Sie wenden.“ Stattdessen sollten die getroffenen Absprachen noch einmal mit dem Kind in ruhiger Weise durchgegangen werden. 

Wenn es von einem konkreten Vorfall mit einer fremden Person berichtet, ist es sehr wichtig, Ruhe zu bewahren, und den Schilderungen des Kindes unbedingt Glauben zu schenken – ohne „nachzubohren“. „Danach sollten Sie bei einer Akutsituation unbedingt den Notruf 110 der Polizei wählen, damit unverzüglich weitere Maßnahmen eingeleitet werden können“, sagt Reinwald. 

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei des Märkischen Kreises steht für Nachfragen unter Tel. 0 23 72/90 99 55 15 zur Verfügung.

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