Anwohner alarmiert

Dubioser Schrottsammler lässt Anwohner aufschrecken - Polizei greift ein

Symbolbild Schrott
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Symbolbild

Dubiose Schrottsammler sorgten jetzt in Schalksmühle für Aufsehen - und einen Polizeieinsatz.

Schalksmühle - Laute Panflöten-Musik am laufenden Band sorgte am Samstag für Besorgnis bei einem Anwohner in Reeswinkel. Er beobachtete einen grauen Sprinter mit Dortmunder Kennzeichen, der dort durch die Straßen fuhr und augenscheinlich nach Metallschrott Ausschau hielt. Auffällig sei gewesen, dass sich am besagten Wagen kein für den Transport von Abfällen zu nutzendes Schild mit einem großen „A“ befand.

Der Anwohner verständigte daraufhin die Polizei. Diesen Anruf bestätigt Christoph Hüls, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, auf Anfrage unserer Zeitung. Gegen kurz vor 11 Uhr seien die Kollegen informiert worden. Gegen 11.17 Uhr konnte der Wagen im Bereich Bergstraße/Kiefernweg angehalten werden.

Überprüfung bringt Überraschungen zutage

Die Überprüfung des 52-jährigen Fahrers ergab, dass er keine gültige Erlaubnis zur Abfuhr von Abfällen mit sich führte. Laut Christoph Hüls wurde daraufhin eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verstoßes gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) aufgenommen. Diese kann eine Strafe von bis zu 10 000 Euro nach sich ziehen.

Zudem, so führt es der Behördensprecher weiter aus, stellten die Beamten eine Strafanzeige wegen des Tatbestandes des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen. Es fehlte ein entsprechender Sachkundenachweis.

Doch nicht nur die Ladung ist in der Regel gefährlich. Auch der Zustand solcher Fahrzeuge sei oft bedenklich. „Deshalb schaut vor allem der Verkehrsdienst nach diesen Gefährten. Oft ist bei diesen nicht nur der Inhalt Schrott.“ Seit gut drei Wochen habe die Polizei im Märkischen Kreis wieder das vermehrte Aufkommen solcher Fahrzeuge wie in Reeswinkel beobachtet, sagt Christoph Hüls.

"Rosinenpicker" gehen zulasten der Gebührenzahler

Nicht immer bleiben diese Touren ohne Folgen. In den meisten Fällen picken sich die Schrottsammler die Rosinen aus dem Abfall heraus – was durch steigende Gebühren zu Lasten der gesamten Abfallwirtschaft geht. Aber auch andere Dinge, wie Kupferkessel oder Dachrinnen, werden unerlaubt mitgenommen.

Des Weiteren seien die Wege, auf denen der Abfall verschwindet und entsorgt wird, nicht immer nachvollziehbar. „Jeder, der einen Schrottsammler versorgt, muss sich bewusst sein, dass Gefahrenstoffe, wie Blei, Zink, Brom oder Nickel, über Umwege auch in Afrika oder anderswo landen können“, betont Christoph Hüls.

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