Bergung am Donnerstag

Glör: Polizei findet weiteren Tresor

Die Sicherheit der Taucher stand an erster Stelle – sogenannte Leinenführer passten auf, dass ihre Kollegen in Mauernähe blieben.

Schalksmühle - Ein weiterer Tresor ist gefunden: Am Dienstag suchten Polizeitaucher erneut nach Diebesgut in der Glörtalsperre. Doch die Bedingungen waren schlecht, sodass die Suche und die Bergung am Donnerstag fortgesetzt werden muss.

Vier Grad Wassertemperatur. Keine Sicht. Die Voraussetzungen für die zweite Tauchaktion am Dienstag waren nicht gut. Und dennoch: Kurz vor Einsatzende fanden die Taucher einen Möbeltresor in Höhe des zweiten Staumauerturms. Da sie aber aufgrund der Kälte nicht länger als etwa eine halbe Stunde unter Wasser bleiben durften, gelang es ihnen nicht mehr, den Fund zu bergen.

Talsperrenwächter entdeckte die Tresore

Laut Pressesprecher Dietmar Trust machte der Talsperrenwächter die Polizei auf das versunkene Diebesgut aufmerksam. Er habe es bei privaten Tauchgängen entdeckt. Die Polizei taucht schon einige Jahre nicht mehr an der Glörtalsperre.

Einsatzleiter Olaf Erbs erklärte, dass sie hier früher viele Fahrräder und Zigarettenautomaten fanden. Nun entsorgen die Verbrecher offenbar gestohlene Tresore. Und da man die aufgrund ihres Gewichts nicht weit werfen kann, ruhen sie auf dem Talsperrengrund nahe der Staumauer.

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Für die Sicherheit der Polizisten im Wasser sorgten Kollegen, die sich entlang der Staumauer positionierten. Leinenführer garantierten, dass sich die Taucher nicht zu weit von der Staumauer entfernten. Und Olaf Erbs blieb per Tauchertelefon mit ihnen in Verbindung, um sie zu navigieren.

Polizei rechnet mit bis zu vier weiteren Tresoren

„Da unten ist es stockfinster. Die Taucher sehen quasi nichts und benötigen Lampen“, erklärte er. Zudem müssten sich die Kollegen sehr behutsam fortbewegen, denn schon ein Flossenschlag nahe des Grundes könne so viel Schlick aufwirbeln, dass die hellen Tresore dann trotz Leuchten nicht mehr zu sehen sind. Doch am Donnerstag gehen sie erneut auf Tauchstation - und hoffen, in 20 Metern Tiefe noch bis zu vier weitere Tresore zu finden.

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