"Schalksmühle ist kein Boden für AfD"

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Am Sonntag fanden die Landtagswahlen in Bayern statt. Schalksmühler Politiker äußern sich zum Wahlausgang.

Schalksmühle - Die Landtagswahl im fernen Bayern lässt auch die heimischen Politiker nicht kalt. Aus den Wahlergebnissen lassen sich viele Dinge ableiten, an denen auch die Bundespolitik eine Schuld mitträgt, da sind sich die Schalksmühler Parteien sicher.

Kein gutes Abscheiden attestiert André Krause (CDU) der Schwesterpartei im Freistaat. Die Streitigkeiten innerhalb der Union haben dem Image geschadet. „Die CSU hat sich nicht gut verkauft“, sagt der Fraktionsvorsitzende. 

Besonders beim Thema Migration haben die Christsozialen „keine klare Linie“ gezeigt und müssen nun die Konsequenzen und den Stimmenverlust an die Grünen und die AfD tragen. „Das Ergebnis ist ein Denkzettel der Bayern.“ 

Die Alternative für Deutschland werde keine Alternative für Schalksmühle werden, prognostiziert der CDU-Mann. „Es wird keine Rechten im Gemeindeparlament geben. Wir in Schalksmühle sind in dieser Sache gesegnet.“ Die AfD werde sich im Laufe der Zeit entzaubern, wenn die Zuwanderung weiter abflaut. „Dennoch sollten sich die bürgerlichen Parteien hinterfragen, wie sie derzeit machtpolitisch agieren. Das tut einer Demokratie nicht gut. Viele Bürger sind unzufrieden. Die Große Koalition muss sich am Riemen reißen.“

"Bitteres Wahlergebnis"

Von einem „bitteren Wahlergebnis“ sprechen die Sozialdemokraten in der Gemeinde. „Die schlimmsten Befürchtungen wurden noch übertroffen“, sagt Lutz Schäfer, SPD-Fraktionsvorsitzender. Von einer herben Niederlage spricht auch der SPD-Ortsvorsitzende Ralf Engels: „Die SPD in Bayern hat von der Bundesebene keine Rückendeckung bekommen. Man hat sich in der Großen Koalition aufgerieben und im Fall Maaßen fragten sich unsere Sympathieträger ,Warum?‘.“ Die Ziele der Sozialdemokraten seien in den Hintergrund gerückt.

Das Abschneiden der Alternative für Deutschland bewertet der Fraktionsvorsitzende nicht zu hoch. „Für die ist es auch nicht so günstig gelaufen, wie erhofft. Die Prognosen sahen besser aus. Um die AfD aus Schalksmühle fernzuhalten, müsse man als SPD sein Profil schärfen und nicht in der GroKo untergehen. Mit Migranten komme man in der Gemeinde gut klar, sagt Ralf Engels.

Rente sei ein größeres Problem

Es gebe andere Probleme, die größer sind – die Rente etwa. Die AfD ist eine reine Protestpartei. Ralf Engels: „Wir sind in der tollen Lage, dass wir zwischen den Parteien zwar unterschiedlicher Meinung sind, wir aber immer einen Konsens finden.“ Man brauche ein stabiles Umfeld – für die Wirtschaft und zum Wohnen. 

Den Grünen könne man nur gratulieren. Die Position zwischen den Stühlen könne von Vorteil sein, sagt Lutz Schäfer. Weniger positiv sieht André Krause das Ergebnis. Er rechnet nicht mit einer Regierungsbeteiligung.

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