Neue Kita in Schalksmühle

Kita Löh: Pläne für die Zuwegung - ein Auto pro Minute

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Der Stand der Planung: Entlang der Primusschule soll eine Zufahrt zur neuen Kita entstehen. Hinzu kommen vier Ausweichbuchten.

Schalksmühle - Im Zuge der Planung zum Neubau eines Kindergartens am Löh wurde auf Wunsch der Ausschüsse für Kinder, Jugend und Schule sowie Bauen und Planung das Büro Planersocietät aus Dortmund beauftragt, die Zuwegung zur Kita zu untersuchen.

Im Rahmen des Ausschusses für Bauen- und Planung stellte Christian Bexen am Montag die Ergebnisse vor. 

Dabei zeigte er das Verkehrsaufkommen, zudem bereits im Vorfeld zahlreiche Bedenken geäußert wurden, und den Parkplatzbedarf auf, sprach Maßnahmenempfehlungen aus und stellte zwei alternative Erschließungskonzepte vor. 

Verkehrsaufkommen 

Bei den Berechnungen des Büros mit Angaben der Gemeindeverwaltung hatte man sich zunächst mit dem Beschäftigten- sowie Bring- und Holverkehr auseinander gesetzt. Vorgesehen sind für die dreigruppige Einrichtung 15 Mitarbeiter und Plätze für 55 Kinder. Wegen des Standortes der Kita gehe man von einem hohen Anteil an Beschäftigten und von zahlreichen Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Kita bringen, aus. Einbezogen wurden unter anderem Dienst- oder Pausenweg sowie der Lieferverkehr. Es ergaben sich 24 Beschäftigtenfahrten, 145 Elternfahrten und vier Lieferfahrten. Insgesamt belaufen sich die Tagesverkehre auf 175, zu Spitzenzeiten zwischen 8 und 9 Uhr rund 50 zu- und abfließende Fahrzeuge, also fast eines pro Minute.

Parkplatzbedarf 

Die Experten gehen von einem Stellplatzbedarf von 14 für Fahrzeuge und sieben bis acht Plätze für Fahrräder aus. Berechnet wurde eine durchschnittliche Verweildauer von fünf bis zehn Minuten. Zu den morgendlichen Spitzenzeiten geht man vom höchsten Bedarf aus. Dann würden neun für Beschäftigte und fünf Plätze für die Eltern gebraucht. 

Maßnahmenempfehlungen 

Um Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern zu vermeiden, schlägt man vor, zu den beiden bereits geplanten zwei zusätzliche Ausweichbuchten anzulegen. Sie sollen zwischen der Zufahrt von der Straße Löh, entlang des Schulhofes der Primusschule und bis zur Kita auf einer Länge von rund 200 Metern errichtet werden. Bei einer Mindestbreite des Zuwegs von 3,5 Metern bestehe für jede Art von Begegnungsverkehr genügend Platz. 

Eine Ausweitung der Zufahrt wird nicht empfohlen, da sonst die gefahrenen Geschwindigkeiten zunehme. Wichtig sei auch eine gute Sichtbeziehung zwischen den einzelnen Ausweichbereichen. Es soll keine Behinderung zwischen ihnen und auch im Übergang zur Straße geben. Zudem sollen Poller zur Feuerwehrzufahrt und Fahrbahnschwellen am Übergang zum Schulgarten installiert werden. 

Verkehrsregelung

Es wird empfohlen, die Zufahrt zur Kita als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. 

Alternative Konzepte 

Möglich wäre auch, die Zufahrt nur für Beschäftigte, Rad- und Lieferverkehr sowie Personen mit blauem Parkausweis zu erlauben. Für die Eltern könnte eine Bring-/Holzone an der Straße Löh eingerichtet werden. „Man kann den Kindern eine Laufstrecke von 200 Metern zur Kita zumuten“, sagt Christian Bexen aus eigener Erfahrung.

Oder man weist den kompletten Bereich rund um Schule und Kita als zusammenhängenden, verkehrsberuhigten Bereich aus und richtet Elternparkplätze ein. Die Politiker nahmen am Montag die Ergebnisse zur Kenntnis und werden sie zur Beratung in ihre Fraktionen geben. Das Gutachten kann im Rahmen der Erschließungsplanung Kita berücksichtigt und später – ein entsprechender Beschluss des Rates vorausgesetzt – umgesetzt werden.

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