Pfandsystem für Gießkannen bewährt sich

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Ausleihstationen wie diese sollen nach und nach an mehreren zentralen Punkten des Friedhofes Wippekühl aufgestellt werden – die nächste folgt schon diesen Monat, um dem aktuellen Mangel an Kannen zu begegnen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Christa Selve nimmt bei ihren Friedhofsbesuchen immer eine eigene Gießkanne mit – für sie ist das kein Problem, da sie mit dem Auto zum Wippekühl in Schalksmühle fährt.

Aber die Ausleihstation, an der es seit etwa einem Jahr Kannen gegen Pfand von zwei Euro gibt, findet sie gut, besonders für diejenigen, die mit dem Bus kommen. Allerdings müssten sie eben immer ein zwei-Euro-Stück dabei haben.

Der bisher einzige „Gießkannenbaum“ am Friedhof Wippekühl steht am Eingang zum Friedhof direkt an der Bushaltestelle. Noch in diesem Monat soll eine zweite Station in der Nähe des Ehrenmals aufgestellt werden, erklärt Christiane Dix, die im Sachgebiet Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle unter anderem für Friedhofswesen zuständig ist.

Eine Anfrage von UWG-Ratsfrau Brigitte Schmidt, nach der es zu wenig Gießkannen am Wippekühl gebe, hatte die Anschaffung beschleunigt. Aber generell habe die Gemeinde beschlossen, nach und nach, je nach Haushaltslage, an allen zentralen Zugängen zum Friedhof Gießkannenbäume mit Pfandausleihsystem aufzustellen. Denn von der lange üblichen Praxis, an den Wasserstellen einzelne Kannen aufzustellen, wolle die Gemeinde abrücken. Ständig mussten in der Vergangenheit neue beschafft werden, weil Gießkannen verschwunden seien. Die Ausleihstation habe sich bewährt – in einem Jahr sei nur eine einzige Kanne entwendet worden, berichtet Christiane Dix. Dabei wurde allerdings auch das Schloss beschädigt. Das soll repariert werden, wenn der zweite Baum aufgestellt wird.

Ein weiterer Vorteil der zentralen Ausleihstationen sei der, dass jeder wisse, wo Gießkannen zu finden sind, und nicht erst suchen müsse, wo ein Vorgänger vielleicht eine Kanne stehen gelassen hat. Eine Folge der Entscheidung für die Ausleihstationen ist, dass für einzelne Kannen, die kaputt oder verschwunden sind, kein Ersatz mehr beschafft wird. Kurzfristig könne das zwar zu Engpässen führen, so Christiane Dis, aber sobald weitere Gießkannenbäume aufgestellt seien, dürfte sich das erledigt haben.

Für Christa Selve ändert sich dadurch nichts – sie wird weiter ihre eigene Kanne mitbringen, nicht zuletzt, weil sie lieber mit einer Brause gießt und die verschwinden auch von Gießkannen, für die Pfand hinterlegt wird. ▪ gör

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