Pelziges Hobby

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Sonja Petzel mit einem Meißner Widder.

SCHALKSMÜHLE ▪ Sie sind blau, flauschig und stehen auf der Roten Liste: Die Meißner Widder. Dank Sonja Petzel werden es aber jährlich wieder ein paar mehr. Denn die Schalksmühlerin hat sich der Zucht der Kaninchenrasse verschrieben. Seit einem Jahr hegt und pflegt sie die großen Tiere mit dem blauen, samtigen Fell. Und am Wochenende hat Petzel acht Langohren auf der Lokalschau in Oberbrügge in Halver präsentiert.

Zusammen mit ihren Kollegen vom Kaninchenzuchtverein W 382 hat sie sich den Halveraner Kollegen angeschlossen. Denn zurzeit haben die Schalksmühler keine geeigneten Räume für eine eigene Schau zur Verfügung.

„Ich habe schon sehr lange mit dieser Rasse geliebäugelt“, sagt Petzel. Sie habe ihren Zucht-Rammler „Lumpi“ von einem Züchter aus Essen gekauft. Und den ersten Nachwuchs stellte sie stolz zur Schau. „Ich habe zwar noch nicht so viele Punkte bekommen, aber ich stehe ja auch erst am Anfang“, erzählt die Schalksmühlerin. Die 34-Jährige züchtet seit 17 Jahren – genau wie ihre ganze Familie. Es ist eine Leidenschaft, die scheinbar weitervererbt wird. Irgendwann sei jeder von dem Hobby gepackt, sagt sie. Ihr Großvater habe 60 Jahre lang gezüchtet – von diesem Erfahrungsschatz profitieren die Nachwuchszüchter natürlich.

Und was macht das Hobby so besonders? „Ich liebe den Umgang mit den lebenden Tieren“, sagt Petzel. Alles reine Tierliebe, die Zucht der vom Aussterben bedrohten Meißner? Es seien natürlich immer noch Nutztiere, räumt sie ein. Natürlich würden die Tiere auch geschlachtet und gegessen. Aber das stehe in keinem Widerspruch zur Züchtung, das gehöre zum Erhalt dazu.

Durch die Ausstellung in Oberbrügge hofft Sonja Petzel übrigens, auch andere Züchter von der Rasse begeistert zu haben. Ihr Wunsch: „Es wäre schön, wenn sich noch mehr Leute der seltenen Rasse annehmen würden.“ ▪ lima

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