Parkplatz Spormecke: Sammelstelle für den Notfall

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Die Hinweisschilder stehen an der Spormecke bereits seit einigen Tagen und weisen Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass der Parkplatz an der Grundschule ab Donnerstag gesperrt ist.

Schalksmühle - Die Auswirkungen des verschärften Sicherheitskonzepts für die Tage von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch in den rheinischen Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf sind bis nach Schalksmühle zu spüren.

So ist der Parkplatz an der Grundschule Spormecke ab Donnerstagmorgen bis einschließlich Dienstag, 9. Januar, für den Autoverkehr gesperrt.

Der Parkplatz wird als Bereitstellungsraum (BHP 50) für die Eingreiftruppe der Bezirksregierung Arnsberg benötigt. „Sollte beispielsweise in Köln oder Düsseldorf Alarm ausgelöst und weitere Kräfte angefordert werden, sammeln sich die Helfer des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter und der Feuerwehren aus der Region an der Spormecke, um dann in Kolonne an den Einsatzort zu fahren“, sagte Winfried Schindler, Sachgebietsleiter Öffentliche Ordnung und Personenstandswesen der Gemeinde Schalksmühle, auf Anfrage unserer Redaktion.

Konsequenz der Kölner Silvesternacht

In den vergangenen Jahren habe der Parkplatz über die Karnevalstage nie als Bereitstellungsraum gedient. „Das ist 2016 erstmals der Fall und wahrscheinlich eine Konsequenz der Geschehnisse aus der Silvesternacht, um jetzt bei dem nächsten Großereignis auf alles vorbereitet zu sein“, sagte Schindler.

Damit die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen im Falle einer Alarmierung ausreichend Platz an der Spormecke haben, um die Einheiten zusammenzustellen, ist der Parkplatz für alle übrigen Verkehrsteilnehmer ab heute gesperrt. „Das Parkverbot muss unbedingt eingehalten werden. Wer dort mit seinem Fahrzeug dennoch über längere Zeit steht, den werden wir abschleppen lassen“, kündigte Schindler an.

Unterstützung aus dem Ordnungsamt

Reagiert hat die Gemeinde Schalksmühle auch auf das Hilfeersuchen des Kölner Ordnungsamtes, das unter der Überschrift „Vollzugsaußendienstkräfte anderer Ordnungsämter für Karneval dringend gesucht!“, Kommunen und Kreise in Nordrhein-Westfalen angeschrieben und um personelle Unterstützung aus den Ordnungsbehörden gebeten hatte.

„Wir schicken eine Kollegin nach Köln“, sagte Schindler. Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes hatte ihre Ausbildung bei der Stadt Köln absolviert, arbeitet mittlerweile aber in der Volmegemeinde. Von Freitag bis einschließlich Rosenmontag wird sie in der Domstadt mit den Kollegen des Kölner Ordnungsamtes auf Streife gehen. „Hier in Schalksmühle können wir sie für diesen Zeitraum entbehren“, sagte Schindler. Sämtliche Kosten für diese vier Tage, wie Verpflegung, Unterkunft oder Gehalt, bekommt die Gemeinde von der Stadt Köln zu 100 Prozent erstattet.

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