Wiedersehen für Mensch und Tier

Ostern im Mesekendahl: Besucher nutzen Öffnung

Mesekendahl, Ostern, Schalksmühle, Wildtiergehege
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Die Besucher konnten sich vor Ort Futter für die Tiere kaufen und unter anderem mit den Ziegen auf Tuchfühlung gehen. Fünf Monate hatte für Tier und Mensch die Corona-Pause gegolten.

Nach einer fünf Monate langen Pause durfte das Wildtiergehege Mesekendahl in Schalksmühle über die Ostertage öffnen. Das ließen sich viele Besucher nicht zweimal sagen.

Schalksmühle – „Wir freuen uns sehr, dass wir nach so langer Zeit wieder herkommen dürfen!“ Andreas Donat aus Halver besuchte am Samstag mit seinen Kindern Sarah und Sam das Wildgehege Mesekendahl, das über die Osterfeiertage nach fünf Monaten Corona-Zwangspause wieder seine Pforten öffnen durfte.

In Nicht-Pandemie-Zeiten waren die drei regelmäßig im Wildgehege anzutreffen, das für viele Menschen aus Lüdenscheid und dem Volmetal mit unzähligen angenehmen Kindheitserinnerungen verbunden ist. Nun war es für die drei eine Wohltat, wieder auf Tuchfühlung mit den heimischen Tierarten gehen zu können.

Besucher legen Disziplin an den Tag

Auch Parkbetreiber Karl Friedrich Trimpop und seine Lebensgefährtin Bianka Heinisch sind froh, nach fast einem halben Jahr des Wartens wieder öffnen zu können. Über die Disziplin der Besucher des Wildgeheges, die die Hygieneregeln auf dem Gelände gewissenhaft befolgten, sind die beiden sehr glücklich.

„Um öffnen zu können, haben wir ein tragfähiges Hygienekonzept erarbeitet, das letztlich auch das Ordnungsamt überzeugt hat“, erklärt Karl Friedrich Trimpop. Dazu gehörte unter anderem der Umstand, dass in den höher frequentierten Bereichen des Wildgeheges Maskenpflicht herrschte, dass der Grillplatz an eine Stelle verlegt wurde, wo ein großer Menschenauflauf ausgeschlossen war und die Grillwürstchen lediglich mit nach Hause genommen oder auf einem 50 Meter vom Grillplatz entfernten Areal im angrenzenden Wald verzehrt werden konnten.

Auf dem Parkplatz des Wildgeheges war ebenfalls für genügend Abstand gesorgt.

Darüber hinaus wurden ein separater Motorrad-Parkplatz eingerichtet und der Autoverkehr durch eine enge Einfahrt kanalisiert, um zu gewährleisten, dass niemand ohne die Abgabe seiner Kontaktdaten auf das Gelände des Wildgeheges gelangen konnte. Auch an einen Ausweichparkplatz auf einer angrenzenden Wiese für den Fall, dass es auf dem Parkgelände direkt an der Hütte zu voll würde, hatten die Betreiber gedacht.

„Grundsätzlich können wir sagen, dass uns unsere Freunde und Gäste auch in der Zeit, als wir Corona-bedingt schließen mussten, niemals vergessen haben“, freut sich Karl Friedrich Trimpop. So wurde zum Beispiel ein Spendenkonto für das Wildgehege Mesekendahl eingerichtet (siehe Infokasten), auf das reichlich Spenden eingingen, um die Verpflegung der Tiere während der Zeit der Schließung sicher zu stellen. Allein im Januar und Februar 2021 seien darauf rund 250 Einzelspenden eingegangen, so der Betreiber des Wildgeheges. „Es kommen sogar Menschen zu uns, die uns einfach so ohne großes Aufhebens eine Spende in beträchtlicher Höhe in bar in die Hand drücken“, freut sich Trimpop.

Viel Hilfsbereitschaft für das Gehege

So viel Hilfsbereitschaft beeindruckt ihn immer wieder, ebenso wie der Umstand, dass die Menschen bei der Wiedereröffnung über die Ostertage in so großer Zahl kamen. Dazu gehören vor allem viele Familien wie zum Beispiel Hans-Henning Langkitsch, seine Frau Ulrike, Tochter Antje Lange und Enkelin Annemarie, die am Samstag aus Lüdenscheid nach Mesekendahl gekommen waren.

„Wir sind schon langjährige Stammkunden hier“, erzählt Langkitsch. „Bereits in den 70er-Jahren sind meine Frau und ich oft mit unserer Nichte hier gewesen.“ Die Öffnung des Wildgeheges über die Ostertage sei toll organisiert, die Familie habe zahlreiche Tiere besucht und gefüttert, sich eine Bratwurst gegönnt und viel erlebt.

Das Team versorgte die Besucher mit Bratwurst vom Holzkohlegrill. Mesekendahl, Ostern, Schalksmühle, Wildtiergehege

Ob es Öffnungen auch nach den Ostertagen geben kann, hängt indes von den zukünftigen lokalen, kreisweiten sowie bundesweiten Corona-Regeln ab, die sich täglich ändern können. Nach derzeitigem Stand ist die Öffnung des Wildgeheges noch auf die Ostertage beschränkt. „Wie es weitergeht, wird sich dann zeigen, wir sind jedenfalls bereit und bestens vorbereitet“, verspricht Karl Friedrich Trimpop.

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