Hunde laufen ohne Leine durchs Dorf

Über Tisch und Bänke: So sollte es nicht sein – denn speziell große Hunde gehören laut Gesetz angeleint. - Domke

SCHALKSMÜHLE - Sie laufen frei herum. Ohne Leine – und manchmal sogar ohne Halter. Seit einem halben Jahr häufen sich die Beschwerden über unbeaufsichtigte Hunde. Vera Mölders vom Schalksmühler Ordnungsamt geht jedem Hinweis ganz genau nach. Sie appelliert nochmals an die Hundehalter, sich an das Landeshundegesetz Nordhrein Westfalen zu halten.

Von Lisa-Marie Weber

Aus dem Gesetz

„Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Hunde, mit einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern oder einem Gewicht von mindestens 20 Kilogramm, sind zudem außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen.“ (...)

„Ich wünsche mir, dass die Schalksmühler Hundebesitzer ein wenig mehr auf ihre Mitmenschen achten. Es gibt schließlich auch einige, die Angst vor Hunden haben“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Jede Beschwerde, die bei Vera Mölders eingeht, ist individuell. Da sind zum Beispiel Hunde, die alleine herum laufen. Hunde, die andere erschrecken. Und sogar Hunde, die beißen. All das sind Vorfälle der vergangenen sechs Monate. Vorfälle, bei denen ein erstes Anschreiben nicht ausreichte, sondern auch ein Bußgeld fällig wurde.

Doch als ersten Schritt schreibt die Ordnungsbeamtin die Hundehalter an. Oft kämen die Hinweise von Nachbarn. Dann haben die Besitzer Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Bestätigen sich diese und ändern die Halter nichts an ihrem Veralten, kann Mölders ein Bußgeld verhängen. Dabei ist eine Strafe von bis zu 100 000 Euro möglich. So viel wurde in der Gemeinde bislang aber nicht fällig: „Ist derjenige beispielsweise bislang nicht aufgefallen, muss er für seinen unangeleinten Hund etwa 100 Euro Strafe bezahlen.“ Natürlich müsse sie jede Beschwerde ganz genau prüfen, es gebe immer zwei Seiten zu beleuchten. Einfacher sei ein Fall dann, wenn Fotos oder Zeugen die Vorwürfe untermauern könnten.

Es kommt auch vor, dass Vera Mölders zur Kontrolle in die betroffenen Gebiete fährt. Aktuell gibt es in Reeswinkel und Heedfeld auffällig viele Probleme.

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