Wegweiser für Gastronomie

Wo ist der nächste Imbiss im MK: Per App zu Fritten, Döner & Co.

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Die Nutzer sollen ein breites Angebot an Speisen finden können.

Schalksmühle - Die Digitalisierung schafft für die Menschen einen bequemen Zugang zu vielen Bereichen. Doch wenn der Magen knurrt, führt die Suche meist ins Leere, findet Marcel Schelberg. Er möchte mit seinem Imbiss-Kompass Gastronomen aus der Region und hungrige Mäuler an einen Tisch bringen.

Die Idee zu einem Online-Portal, auf dem heimische Imbiss- und Restaurant-Betreiber sich vorstellen und Kunden schnell und unkompliziert die entsprechenden Angebote ansehen können sollen, kam schleichend, erzählt Marcel Schelberg im Gespräch mit unserer Zeitung. 

„Wie so oft hatte ich zum Anfang des Jahres gute Vorsätze gefasst und alle Speisekarten von Dönerläden und Pommesbuden weggeworfen. Im April habe ich dann aber doch Lust bekommen, etwas zu bestellen. Die Frage war dann aber, wie?“. 

Das Gesicht hinter dem Imbiss-Kompass: Marcel Schelberg aus Schalksmühle.

Dem gebürtigen Hagener, der seit einigen Jahren in Schalksmühle lebt, fiel damals auf, dass viele Gastro-Betriebe zwar ihre Schaufenster aufwendig dekorieren, sich aber online „Bretter vor die Fenster nageln“. „Viele laden dort zwar Bilder ihrer Speisekarten hoch. Diese sind aber auf dem Smartphone total schlecht zu lesen. Die Digitalisierung schreitet überall voran, nur in der Gastronomie nicht so richtig.“ 

Sechs Betriebe sind schon mit im Boot

Aus diesem Grund hat sich der 27-Jährige hingesetzt und im Juni einen Wegweiser zu Fritten, Döner & Co. aufgestellt. Zu seinen Kunden zählen bislang sechs Betriebe aus Schalksmühle, Halver, Altena und Lüdenscheid. Er sei aber mit weiteren Gastronomen im Gespräch und möchte auch in Meinerzhagen, Kierspe, Hagen, Breckerfeld Akquise betreiben. Sein Imbiss-Kompass bietet die Möglichkeit, eine sich dem Endgerät anpassende Speisekarte online zu stellen. Dazu tippt Marcel Schelberg Gericht für Gericht ab. „Diese ist für den Betreiber das Wichtigste. Wie im wahren Leben an der Tür lädt diese zum Besuch ein.“ 

Damit erziele der Gastronom einen großen Marketing-Effekt, der ihn aus der Masse in einer großen Stadt herausstechen oder in kleineren Kommune im Gespräch bleiben lasse, erklärt der Initiator der Seite. Als weiteren Service bietet er die Möglichkeit, Tagesangebote, Betriebsferien oder Mitarbeitergesuche kurzfristig auf der Plattform anzugeben und gestaltet auf Wunsch auch die Speisekarte komplett neu. „Der Betreiber braucht sich um solche Dinge dann nicht mehr zu kümmern. Ich kann verstehen, dass jemand dafür keine Zeit hat, wenn er von früh bis spät im Laden steht.“ 

Mit dem Imbiss-Kompass sollen Hungrige schnell und einfach zu ihrem Lieblingsessen kommen.

Marcel Schelberg möchte im Gegensatz zu anderen Portalen Ansprechpartner vor Ort sein und einen Rund-um-Service bieten. Er könne sich sogar eine App vorstellen, in der alle Informationen, so vor allem Sonderangebote oder -aktionen, in Echtzeit ausgespielt werden. Auch für den hungrigen Kunden sieht Marcel Schelberg einige Vorteile durch die Benutzung seines Portals. So legt er sein Augenmerk auf Imbisse, aber auch auf À-la-carte-Essen. „Die Nutzer können in den Suchoptionen neben dem Ort auch zwischen den Arten des gewünschten Betriebes auswählen. Die Suche kann auch theoretisch nach Kartenzahlungsmöglichkeiten und vorhandenen Parkplätzen gefiltert werden.“ Bislang erhalte man danach aber noch keine Treffer. 

Infos über Angebot, Preise und Lieferdienst

Dafür gibt es Informationen über das Angebot, über die Preise und den eventuell vorhandenen Lieferservice. Das Bestellen oder auch Reservieren erfolgt dann direkt im Betrieb. Bei der Erstellung der Plattform hat sich Marcel Schelberg bewusst gegen ein Bewertungssystem entschieden. „Ich habe festgestellt, dass die meisten Feedbacks entweder nicht echt sind oder aus einem Affekt heraus ins Netz gestellt werden.“ 

Nach eigenen Angaben finden diesen Verzicht auch die bereits vertretenden Gastronomen gut. Dank der wenigen Funktionen sei die Bedienung leichter. Auf der anderen Seite können die Nutzer aber einen Betrieb empfehlen und Angaben zum Standort und Angebot machen. Dass seine Idee ein Erfolg wird, davon ist der Schalksmühler überzeugt. Monatlich habe sein Portal bereits jetzt 2000 Besucher, die zu 90 Prozent über die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram den Weg zu ihm finden. 

Vor allem junge Nutzer

Die meisten dieser Nutzer seien Jugendliche und junge Erwachsene, dennoch möchte er mit seiner Plattform alle Altersgruppen ansprechen. „Auch die ältere Generation ist online immer aktiver. Ich denke, dass sich mein Besucherspektrum deshalb in Zukunft stark verbreitern wird.“

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