Oldtimer IG verlangt Geschick auf zwei Rädern

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Viele Motorradfahrer auf neuen und alten Maschinen nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug an die Spormecke. Reinhard Voß vom Oldtimer Stammtisch aus Breckerfeld kam zum Beispiel mit einer DKW aus dem Jahr 1941. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ „40“ oder „25“ – das waren Zurufe, auf die die Motorradfahrer reagieren mussten. Gemeint waren die Abstände in Zentimetern, die sie mit ihren Vorderrädern einzuhalten hatten, entweder nach vorne oder zur Seite.

Auf Geschick, Zeitgefühl und Augenmaß kam es am Samstag an, als die Motorrad-Oldtimer IG Schalksmühle-Heedfeld zu ihrem traditionellen Geschicklichkeitsturnier zu Beginn der Zweiradsaison geladen hatte.

22 Motorradfahrer stellten sich den Aufgaben – das war eine Resonanz, mit der der IG-Vorsitzende Rudi Mähler sehr zufrieden war. In den vergangenen Jahren seien es um die 15 aktive Teilnehmer gewesen. Weit mehr nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug an die Spor mecke. Denn das Turnier dient auch der Geselligkeit unter Bikern. Da gibt es reichlich „Benzingespräche“ und Fachsimpelei über historische und moderne Maschinen.

Beim Geschicklichkeitsturnier mitmachen kann jeder, der ein Zweirad fährt, aber nicht alle nutzten die Gelegenheit. „Wer weiß, vielleicht haben einige Angst sich zu blamieren“, spekulierte Rudi Mähler. Denn was von der IG vor allem als gesellige Veranstaltung gedacht ist, bei der Kradfahrer zu Beginn der Saison die Chance bekommen sollen, sich an wieder an ihre Motorräder zu gewöhnen, wird von manch einem Teilnehmer sehr ernst genommen. Sie absolvierten ihre Übungsrunden hochkonzentriert, einer sogar mit einer Schieblehre ausgerüstet.

Neben den exakt einzuhaltenden Abständen war zum Beispiel eine bestimmte Zeitspanne für einen kurzen Streckenabschnitt mit Wende vorgegeben. Eine Lichtschranke sorgte für die exakte Zeitmessung. Außerdem musste mit dem Vorderrad genau die Mitte zwischen zwei Markierungen getroffenen, die Spur auf einem schmalen Brett gehalten sowie mit beiden Rädern der Auslöser für eine Hupe getroffen werden. Für die Abweichungen gab es Strafpunkte. Wer die wenigsten davon sammelte, war schließlich der Sieger.

Die Pokale für die drei Erstplatzierten gingen in diesem Jahr an Klaus-Peter Kämper aus Halver auf einer Honda (34,7 Punkte), Armin Redmer aus Hattingen mit einer A.W.D. Baujahr 1938 (37,7 Punkte) sowie Klaus Noack aus Oberbrügge (42,1 Punkte), auf einer AWO. Den Damenpokal sicherte sich Birgit Wegener-Kämper aus Halver auf einer Honda (76 Punkte). ▪ gör

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