Gemeinde Schalksmühle ist beunruhigt

Mögliches Berker-Aus: Der Bürgermeister möchte vermitteln

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Schalksmühle - Die Nachricht am Montag von möglichen Veränderungen beim Schalksmühler Traditionsunternehmen Berker, das seit 2010 zur Hager Group gehört, und die daraus möglicherweise resultierende Schließung des Standorts an der Klagebach waren für alle Beteiligten ein heftiger Schlag.

Auch Bürgermeister Jörg Schönenberg, der während der Gemeinderatssitzung davon erfuhr, ist beunruhigt. „Das ist keine alltägliche Sache. Berker ist ein Unternehmen mit Historie und großer Bedeutung für Schalksmühle.“ 

Als Bürger der Gemeinde sei auch er berührt davon, sagte er. „Meine erste Sorge gilt natürlich den Mitarbeitern und ihren Familien – egal ob nun Schalksmühler oder nicht. Sie haben oberste Priorität. Wie auch immer die späteren Entscheidungen der Geschäftsführung und des Betriebsrates aussehen mögen, es müssen vernünftige Regelungen für die Menschen getroffen werden. Sie müssen im Mittelpunkt stehen“, appelliert er. 

Kaum Einflussmöglichkeiten

In dem weiteren Verfahren möchte Jörg Schönenberg, der als Bürgermeister kaum Einflussmöglichkeiten sieht, trotzdem die Rolle des Vermittlers einnehmen. Leider sei das Leben sehr schnelllebig geworden und die Globalisierung überall deutlich zu erkennen. Deshalb sei er in dieser Sache auch Realist. Ob sein Handeln hinterher etwas nütze, müsse man abwarten. 

Das ist bei Berker los

Bereits am Dienstag stellte die Berker-Geschäftsführung den Kontakt zum Verwaltungschef her. „Ich bin sehr froh, dass man mit mir ein offenes Gespräch geführt hat.“ Zu Hintergründen wollte er sich mit Rücksicht auf das schwebende Verfahren nicht äußern. Doch er kündigte weitere Termine mit dem Unternehmen an. 

„Die Tendenzen aus der Vergangenheit haben mich vermuten lassen, dass am Standort Schalksmühle Veränderungen zu erwarten sind. Dies ist jetzt so eingetreten. Ein Familienbetrieb wird sicherlich anders geführt als ein Konzern. Familienbetriebe, die im Ort verwurzelt sind, haben in der Regel eine große Ortsverbundenheit.“

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