Ökonomisch und ökologisch

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Martin Halbrügge (rechts) berät die Volmegemeinde in Energiefragen und weiß, dass sich das Blockheizkraftwerk rentiert. Hier mit Kämmerer Reinhard Voss und seiner Mitarbeiterin Eva Niesler. J

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein volles Jahr nach der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes am Schulzentrum Löh wurde gestern eine erste Bilanz gezogen. „Die Zahlen zeigen, dass wir mit der Investition im Hinblick auf Emissionsminderung und Entlastung des Haushaltes die richtige Entscheidung getroffen haben“, erklärt Martin Halbrügge, Energieberater der Gemeinde.

Das Blockheizkraftwerk (kurz: BHKW) konnte 2009 im Zuge der Förderung durch das Konjunkturpaket II realisiert werden. Die Volmegemeinde hatte sich damals dazu entschlossen, die komplette Energieversorgung des Schulzentrums zu modernisieren. Die Gesamtinvestition belief sich auf 380 000 Euro. Die Energieerzeugung, die Wärmeverteilung und die Steuerung wurden in diesem Zuge vollständig erneuert.

Im Oktober 2010 wurde das Kraftwerk schließlich in einer modernen Heizungszentrale in Betrieb genommen. Nun, mehr als ein Jahr später, können die damaligen Planzahlen mit den aktuellen verglichen werden. „Und die sprechen für sich“, so Martin Halbrügge. „Insgesamt belaufen sich die wirtschaftlichen Einsparungen durch das BHKW auf fast 16 000 Euro, während die CO2-Emissionen bereits um 60 Prozent verringert werden konnten“, erklärt Reinhard Voss, Kämmerer der Gemeinde. Man sei mit diesen Ergebnissen bereits sehr zufrieden und trotzdem gäbe es noch weitere Einsparpotenziale. „Es gilt jetzt, die Betriebszeiten des BHKWs weiter zu optimieren“, so Halbrügge. Dazu solle das Kraftwerk noch gezielter in den Zeiten arbeiten, in denen viel Strom benötigt wird, um den Bezug von externem Strom zu verhindern. „Außerdem soll das Stromlastmanagement verbessert werden“, erklärt Martin Halbrügge. Das bedeutet, dass Stromlasten so beeinflusst werden, dass sie durch den selbst erzeugten Strom versorgt werden können. „Wenn wir noch mehr Strom selbst produzieren würden, lägen die Einsparungen durch das BHKW bei fast 20 000 Euro“, so Reinhard Voss. „Diese Zahl wollen wir langfristig auch erreichen.“ Es sei also keine Gefahr für die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks gegeben.

Derzeit würden noch weitere Möglichkeiten zur Stromeinsparung am Schulzentrum Löh geprüft. Man errechne momentan die Kosten und möglichen Förderungsmittel für neue Beleuchtungslösungen. „Sobald diese Berechnungen fertiggestellt sind, werden sie dem zuständigen Fachausschuss vorgelegt“, kündigte Reinhard Voss an. ▪ aka

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