Attraktivität des Ortskerns

Vier Anträge, vier Entscheidungen: Fassade, Dreck-weg-App und Bänke

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Schalksmühle - Vier Tagesordnungspunkte im Hauptausschuss am Montag thematisierten Anträge der SPD. In den meisten ging es um die Aufwertung des Ortskerns.

Drei Anträge von ihnen wurden gestellt, um die Innenstadt aufzuwerten, sagten die Sozialdemokraten – vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Lutz Schäfer und Michael Siol. Sitzgelegenheiten Los ging es mit dem Antrag, Sitzgelegenheiten auf dem Rathausplatz zu schaffen – mit Betonung auf Bänken und Tischen. „Es ging uns immer um Bänke und Tische“, sagte Michael Siol. 

Das machte die Sachlage nicht besser: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht“, hieß es vonseiten der UWG. Bernd Müller habe die Bewegungen auf dem Rathausplatz beobachtet. Und keine festgestellt. Ulrich Pfaffenbach (CDU) sagte: „Ich war ja schon immer dagegen.“ Für Tische habe er noch weniger Verständnis. 

Lutz Schäfer hingegen plädierte für eine Steigerung der Attraktivität im Ortskern und glaubt an eine Belebung des Rathausplatzes durch Tische und Stühle. Wenn mehr getan würde, um dort zu verweilen, kämen die Bürger auch. Bürgermeister Jörg Schönenberg hatte auch das Open-Air-Kino im Hinterkopf. Das sollte stattfinden können, ohne dass vorher Möblierung abmontiert werden müsse. Entscheidung: Antrag abgelehnt bei einer Enthaltung und vier Gegenstimmen, drei waren dafür.

Fassaden-Rückseiten im Gespräch

Im zweiten Antrag ging es um die Fassaden-Rückseite an der Bahnhofstraße 16 bis 22. Der Antrag ist nicht neu, aber es gab eine aktuelle Mitteilung: Der Hauseigentümer sei bereit, die Fassade, die künstlerisch gestaltet werden soll, vorab zu sanieren. Er sieht sich aber nicht in der Pflicht, sich nach der Umgestaltung um die Instandhaltung zu kümmern. „Wir sollten dranbleiben“, sagte Klaus Nelius (UWG). „Damit insgesamt in die Gemeinde ein bisschen Farbe hineinkommt.“ Im nächsten Schritt soll ein Kostenvoranschlag die Finanzen klären. Lutz Schäfer von der SPD halte es jedoch für realistisch mit den zusätzliche Kosten klarzukommen. Entscheidung: einstimmig, mit Hinweis auf „Verschönerungsmaßnahmen“ im Haushaltsplan, der 60 000 Euro umfasst und genutzt werden könnte. 

Schnurrenweg soll aufgewertet werden

Im dritten Antrag ging es gezielt um die Aufwertung des Schnurrenwegs. Und diese wird begrüßt, wenn es die Haushaltsplanung zulässt. Explizit geht es bei der Aufwertung um Hundekotbeutelspender, die Verlängerung des Zaunes zur Hälver, Informationstafeln, eine Andeutung des Schienenverlaufs mit Pflastersteinen sowie Beleuchtung. Im Ganzen käme man auf einen Betrag von knapp 40 000 Euro. Da sich aber gegen die Bänke samt Tischen, die dazu passenden Mülleimer und Wasserläufe ausgesprochen wurde, kam man auf rund 30 000 Euro. Diskussionen gab esnur bei der Uferreinigung. Er wurde herausgenommen. Entscheidung: einstimmig bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. 

Einigkeit bei Dreck-weg-App 

Ganze einig waren sich alle Fraktionsvertreter bei der Einführung einer Dreck-weg-App. Sabrina Knappe vom Sachgebiet Finanzbuchhaltung, Steuern und Zentrale Dienste gab ein kurzes Resümee. 25 Meldungen seien bisher durch die App eingegangen. Die Testphase sei erfolgreich gewesen. „Die Verwaltung würde darum bitten, der einstimmigen Beschlussempfehlung der Fachausschüsse zu folgen“, sagte Knappe. Bei diesem Punkt fiel die Entscheidung einstimmig aus. Die Beschlüsse werden am kommenden Montag, 9. Dezember, dem Gemeinderat vorgelegt. Er trifft die letzte Entscheidung.

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