Nicht immer einer Meinung

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Ludwig Schweig, Vorsitzender der CDU-Senioren, begrüßte Joshua Märker im „Schinderhannes“. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein Treffen der Generationen stand jetzt im Restaurant „Schinderhannes“ auf dem Programm. Die Seniorenunion Schalksmühle mit dem Vorsitzenden Ludwig Schweig hatte den Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Joshua Märker, sowie Vertreter der Jungen Union Lüdenscheid zu einer Gesprächs- und Diskussionsveranstaltung eingeladen.

Märker, der auch als stellvertretender Vorsitzender im Evangelischen Arbeitskreis der Jungen Union, als Schatzmeister der CDU Lüdenscheid sowie als sachkundiger Bürger im Rat der Stadt Lüdenscheid aktiv ist, lieferte einen Überblick über den Aufbau und die Ziele der Jungen Union.

Der 21-Jährige plädierte für eine generationenübergreifende Politik sowie für die Union als Partei, in der gegensätzliche Meinungen akzeptiert und diskutiert werden. Es sei die wichtige Aufgabe einer Volkspartei, die bürgerliche Mitte anzusprechen. Bei den letzten Wahlen habe es die CDU oft nicht geschafft, die Bürger für ihre Themen zu mobilisieren. Märker betonte, dass es wichtig sei, innerhalb einer Partei seine Meinung zu vertreten und auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.

Der „demographische Wandel“ komme nicht nur dadurch zustande, dass die Menschen immer älter werden. Die Ursache liege vielmehr in der viel zu niedrigen Geburtenrate in Deutschland, der niedrigsten aller Industrienationen. Gleichzeitig habe Deutschland die höchste Lebenserwartung, was langfristig zu einer ungleichen Lastenverteilung zwischen den Generationen bei der Finanzierung der Renten führe. In diesem Zusammenhang warf Märker die Frage auf, ob der Generationenvertrag angesichts der hohen Staatsschulden in der jetzigen Form überhaupt noch finanzierbar und praktikabel sei.

Ferner sprach sich Märker für die Förderung der deutschen Kultur, den Erhalt und die Schaffung von Weiterbildungsmöglichkeiten für Kinder mit Migrationshintergrund, für Studiengebühren zur Sicherung des Ausbildungsniveaus an den Universitäten sowie gegen Gemeinschaftsschulen aus, die zu einer „Gleichmacherei“ trotz unterschiedlicher Voraussetzungen bei den Kindern und Jugendlichen führe.

In diesem Punkt widersprach der ehemalige CDU-Ratsherr Hans Lau den Ausführungen Märkers, zumindest im Bezug auf die Situation in der Gemeinde Schalksmühle. Die Hauptschule, so Lau, sei ein auslaufendes Modell: „Hauptschüler müssen besser gefördert anstatt aus der Schule entlassen zu werden und dann fast keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben.“ Das Schubladendenken „links für, rechts gegen die Gemeinschaftsschule“ könne sich heute niemand mehr leisten. ▪ bot

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