Neujahrsrede des Bürgermeisters im Wortlaut

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Bürgermeister Jörg Schönenberg. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Schalksmühle sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Sonntag:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum 32. Neujahrsempfang der Gemeinde Schalksmühle begrüße ich Sie – auch im Namen von Rat und Verwaltung – im Rathaus sehr herzlich.

Besonders heiße ich willkommen ich:

Herrn Landtagsabgeordneten Gordon Dudas, der sein Kommen aufgrund eines weiteren Termins für 12.00 Uhr angekündigt hat

Herrn Gemeindedirektor a.D. Gerd Gebhardt und Frau

Meinen BM-Kollegen Dr. Bernd Eicker sowie alle anderen Repräsentanten der Nachbarkommunen

Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und sonstigen Institutionen

Ebenso möchte ich unsere Partnerstädte Ruhla und Wansbeck grüßen, mit denen wir enge, freundschaftliche Kontakte pflegen.

Ein herzliches Willkommen auch dem Saxophon-Ouartett der Musikschule Volmetal unter der Leitung von Roland Ferger, das uns auf die heutige Veranstaltung bereits eingestimmt hat und noch mit weiteren Darbietungen erfreuen wird.

Ein Dankeschön geht auch an die Sternsinger, die außerhalb des Programms, und das seit Jahren, hier auftreten und Spenden für einen guten Zweck sammeln.

Für den Hauptvortrag begrüße ich den Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur Regionale 2013 Dirk Glaser.

Sehr geehrter Herr Glaser, wir freuen uns auf Ihre Ausführungen und ich denke, Sie werden uns verdeutlichen, welche Chancen die Regionale 2013 für unsere Region bietet.

In der weiterten Reihenfolge des Programms begrüße ich Herrn Pfarrer Dirk Pollmann von der Ev. Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück, der das Wort zum Tage sprechen wird.

Weiterhin heiße ich noch die Eheleute Claudia und Uwe Baumann sowie Herrn Rudolf Sparing herzlich willkommen, die uns den beliebten Sketch „Dinner for one“ darbieten werden.

Ich hoffe, nunmehr alle Ehrengäste begrüßt zu haben. Entschuldigen Sie bitte, falls ich jemanden vergessen haben sollte.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, als Bürgermeister ist es meine Aufgabe, auf Vergangenes kurz zurück zu schauen und einen Ausblick auf 2011 und die folgenden Jahre zu geben.

2010 war sicherlich ein ereignisreiches Jahr; der wirtschaftliche Aufschwung hat dazu beigetragen, dass viele Menschen wieder optimistischer in die Zukunft blicken. Die Finanzsituation unserer Gemeinde war durch verbesserte Gewerbesteuererträge geprägt, aber die notwendige Hangsicherung im Bereich des Feuerwehrgerätehauses an der Volmestraße führt auch zu erheblichen Mehraufwendungen. Für das abgelaufene Haushaltsjahr zeichnet sich ein ausgeglichener Jahresabschluss ab. Wie Sie der Presse entnehmen konnten, hat der Gemeinderat am 13.12.2010 die Fortschreibung der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung eingehend diskutiert.

Die weitere Entwicklung im Haushaltsjahr 2011 sieht leider nicht mehr so positiv aus. Nach vorläufigen Berechnungen zeichnet sich eine deutliche Erhöhung der Kreisumlage ab und außerdem hatten wir im Jahre 2010 einen Sondereffekt durch die Bildung des Kommunalbetriebes. Gespannt bin ich deshalb sehr auf die Ergebnisse der Gemeindefinanzkommission unter der Leitung des Bundesministers des Inneren Wolfgang Schäuble.

Der Doppelhaushalt unserer Gemeinde 2010/2011 weist auch bei den Investitionen deutliche Sparzüge auf. Neben der überwiegend aus Mitteln des Konjunkturpaketes II geförderten Erneuerung des Blockheizkraftwerkes am Schulzentrum Löh sind folgende Investition in 2010 getätigt worden:

Ersatzbeschaffungen für 2 Bauhoffahrzeuge, rd. 275.000,00 Euro;

Kanalsanierungen in Höhe von ca. 210.000,00 Euro;

Darüber hinaus sind 2010 ein Feuerwehrfahrzeug in Höhe von 150.000,00 Euro bestellt und die Sanierung der Brücke Strücken in Höhe von 60.000,00 Euro in Auftrag gegeben worden.

In 2011 sind folgende wesentliche Beschaffungen bzw. Maßnahmen geplant:

Fahrzeuge im Bereich Bauhof und Feuerwehr in Höhe von rd. 380.000,00 Euro;

Kanalsanierungen 140.000,00 Euro;

Straßenerneuerung Am Mathagen für 680.000,00 Euro.

Nach Darstellung unserer Haushaltslage möchte ich an dieser Stelle noch auf einige wichtige kommunale Ereignisse in 2010 kurz eingehen.

Am 01.08.2010 ist unserer Verbundschule mit großer Unterstützung – der Bürgerinnen und Bürger sowie der heimischen Wirtschaft gestartet. Ich nenne in diesem Zusammenhang nur das Stichwort „Ausbildungsplatzgarantie“ für die ersten Jahrgänge der neuen Verbundschule. Mittlerweile haben wir für die neue Schule auch eine Schulleiterin, und zwar Frau Daniela Schröder. Schalksmühle benötigt diese weiterführende Schule und wird deshalb alle Bemühungen unterstützen, die zur Sicherung des Schulstandortes beitragen.

Am 15.12.2010 haben die Kommunen Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle für das Regionale Projekt „Oben an der Volme – ein Fluss verbindet –„ den 2. Stern erhalten. Der 2. Stern wurde durch die Südwestfalen-Agentur für das vorgelegte Entwicklungs- und Handlungskonzept verliehen, das die Basis für die jetzt zu planende Umsetzung und Finanzierung der einzelnen Leitprojekte darstellt. Ich wünsche mir zielführende Beratungen in den Fachausschüssen und hoffe, dass Ideen und Überlegungen nicht bereits im Vorfeld zerredet werden.

Die Vermarktung der Baugrundstücke im Wohngebiet „Im Schlah“ ist mittlerweile gut angelaufen.

Die Vermarktung der Gewerbegrundstücke in Heedfeld war 2010 mehr als positiv; rund 70 % der Fläche ist zwischenzeitlich verkauft worden.

Meine sehr geehrte Damen und Herren, die eingeengten finanziellen Spielräume erfordern auch weiterhin eine sparsame Haushaltswirtschaft der Gemeinde Schalksmühle. Aus diesem Grunde ist es wichtig, bei künftigen Projekten Prioritäten zu setzen.

Folgende Aufgaben sind in den nächsten Jahren vorrangig zu erledigen bzw. für die Gemeindeentwicklung von besonderer Bedeutung:

Kanalsanierung Klagebach (2012);

Verbundschule (Zusammenlegung der beiden Schulstandorte bis 2013);

Vermarktung des frei werdenden Schulstandortes Friedhofstraße;

Umsetzung einzelner Regionale Projekte bis 2013;

Entwicklung neuer Wohnbau- und Gewerbeflächen.

Zu guter Letzt möchte ich all denjenigen Dank und Anerkennung aussprechen, die mitgeholfen haben, die vielfältigen Aufgaben unserer Kommune zu erfüllen. Diese Helfer haben ihren Teil dazu beigetragen, dass vieles vorangebracht werden konnte. Ich verbinde meinen Dank mit der Bitte, in dieser Verbundenheit zu unserem Gemeinwesen nicht nachzulassen. Nur wenn in unserer Bürgerschaft jeder bereit ist, wenigstens ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen, wird es gelingen, mit den Herausforderungen der Zukunft fertig zu werden. Diese liegen nicht nur auf materiellem Gebiet, sondern mehr noch im zwischenmenschlichen, sozialen und solidarischen Bereich.

Wir alle müssen nach der Erkenntnis handeln, dass wir zwar nicht wissen, was das neue Jahr bringen wird. Dagegen sind wir uns sehr wohl im Klaren darüber, dass es jeden Tag Gelegenheit geben wird, Gutes zu tun. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen persönliches Wohlergehen und Glück im neuen Jahr.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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