Bewegte Geschichten zum Neujahrsempfang

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Gespräch zwischen Heiko Dolle und Heide Bachmann.

Schalksmühle - Äußerst kurzweilig und unterhaltsam gestaltete die Gemeinde Schalksmühle am Sonntag ihren 40. Neujahrsempfang im Zeichen des 50-jährigen Gemeindejubiläums. Anlässlich des runden Geburtstags der Gemeinde standen 50 Jahre Schalksmühle im Mittelpunkt der Rathausveranstaltung.

Zeitzeugenberichte zu verschiedenen Themen und Musik aus fünf Jahrzehnten nahmen auf das Jubiläum Bezug. „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, hieß es vonseiten des Bürgermeisters Jörg Schönenberg, der zu einer spannenden Reise durch die junge Geschichte der Gemeinde in ihrer jetzigen Form einlud. Nicht nehmen ließ er es sich, zuvor den kurz vor Weihnachten verstorbenen Ratsherrn Guido Pahde und sein Wirken in der Gemeinde zu würdigen. 

„50 Jahre sind in der Geschichte ein relativ kurzer Zeitraum“, erklärte Schönenberg. „50 Jahre sind jedoch für die Entwicklung einer Gemeinde schon von erheblicher Bedeutung.“ Am Beispiel der Schalksmühler Schulentwicklung machte er deutlich, wie schnell sich etwas in fünf Jahrzehnten verändern kann. 

„Rat und Verwaltung können auf ein Jahr 2018 zurückblicken, das durch gute Erträge der heimischen Wirtschaft geprägt war“, führte Schönenberg aus. Daher sei es möglich, zum zweiten Mal hintereinander die gemeindliche Abgabenlast für die Bürger zu senken und Zukunftsaufgaben zeitnah anzugehen. 

Heiko Dolle als Moderator

Im Detail sprach er die Umsetzung der Regionale-Projekte bis Ende 2020, den Leader-Prozess, zusätzliche Investitionen in neue Kita-Plätze („Eine neue Einrichtung“), Gewerbeflächen und das Neubaugebiet Stallhaus sowie den Breitbandausbau an. Die Einsatzbereitschaft vieler Schalksmühler sehe er als besonderes Qualitätsmerkmal der Gemeinde an. 

Für den Hauptvortrag „50 Jahre Schalksmühle – Zeitzeugen berichten“, der durch eine Bilder-Präsentation untermalt war, konnte die Gemeinde den gebürtigen Schalksmühler Heiko Dolle als Moderator und Interviewpartner gewinnen. Launig und kurzweilig führte dieser die Interviews und entlockte seinen Gesprächspartnern manch heitere Anekdote. Mit Heide Bachmann, ehemalige Bürgermeisterin und stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde, befragte er eine Zeitzeugin, die „von Anfang an dabei war“ zu politischen Themen, die nach der Kommunalen Neugliederung 1969/70 anstanden.

Gemeindesportverbandsvorsitzender Uli Schulz.

Auf die Großbaustelle, die durch den Abriss von Busch-Jaeger entstand, den Bau des Rathauses und den Wunsch nach einem Ortskern, angedachte und wieder verworfene Pläne ging sie ein. Als „besonderen Menschen“ skizzierte sie ihren Amtsvorgänger „Conny“ Mühlen. „Conny half leidenschaftlich gern.“ Zum Thema Industrie und traditionelle Familienunternehmen nahm Holger Spelsberg, einer der beiden Geschäftsführer der Firma Spelsberg, Stellung. Unter anderem auf die Bedeutung der Autobahn für den Warenfluss und Mitarbeiter machte der Unternehmer aufmerksam. „Daten sind die nächste Autobahn, die wir brauchen.“

Erinnerungsträchtige Ausführungen

Den Sport beleuchtete Uli Schulz als ehemaliger Gemeindesportverbandsvorsitzender in eindrucksvollen Schlaglichtern. Die Sporthalle Löh bezeichnete er als Meilenstein. Unter anderem an den einstigen Wirbel um das Bauernhaus Wippekühl erinnerte Ekkehard Bielau, der zum Thema Kultur und Bildung sprach. An Stimmen, die für das Denkmal „einen heißen Abriss forderten“, erinnerte er. Mit den erinnerungsträchtigen Ausführungen des früheren Gemeindebrandmeisters Horst Ehringhaus zur Zusammenführung der Feuerwehr und der Leiterin des Sozialen Arbeitskreises des DRK – Rosemarie Roder – zu Essen auf Rädern und Einsätzen nach dem Mauerfall schloss sich der Kreis.

40. Neujahrsempfang der Gemeinde Schalksmühle

Ein erfrischendes „Wort zum Tage“ steuerte Pfarrerin Doris Korte zum Neujahrsempfang bei. Charmant aufgelockert wurden die Wortbeiträge durch Musik aus fünf Jahrzehnten, eindrucksvoll von Schülern und Lehrern der Musikschule dargeboten. Ohrwürmer wie „One moment in time“, „Think of me“ oder „Let it go“ hatten Dorothee Buttgereit und Mia Schmermbeck (Gesang), Kathrina Frisch (Querflöte) und Aleksandra Miladinovic-Diamantaki (Klavier) für den feierlichen Anlass ausgewählt. Auch die Sternsinger waren zu Besuch.

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