Neugestaltung Bahnhofsumfeld: Ab Oktober wird gebaut

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Über den Erwerb der Parkplatzfläche (links im Bild) konnte sich die Gemeinde mit der GCI nicht einigen. Deshalb bleibt die Zufahrt für Lastwagen zum Rewe-Markt unverändert, und der neue Platz an der Bahnhofstraße muss kleiner ausfallen.

Schalksmühle - Wahrscheinlich im Oktober beginnen dieArbeiten zur Umsetzung des Regionale-Großprojekts Neugestaltung des Bahnhofsumfelds mit den Bereichen Bahnhofstraße und Schnurrenplatz. Anders als von der Gemeindeverwaltung noch Ende März befürchtet, kann auch die Aufweitung der östlichen Zufahrtsrampe zum Gelände des Rewe-Marktes umgesetzt werden.

„Die Aufweitung kommt, der Vertrag zum Grundstückserwerb mit der GCI 7 Limited ist nach mehr als einjährigen Verhandlungen endlich unterschrieben“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde, im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Fondsgesellschaft mit Sitz auf den britischen Kanalinseln in Guernsey gehören im „Rewe-Haus“ an der Bahnhofstraße die gewerblichen Flächen sowie auch der Kundenparkplatz. Von letzterer Fläche werden 115 Quadratmeter benötigt, um die Aufweitung der Rampe bauen und damit Autofahrern, die aus Richtung Bahnunterführung kommen, künftig das Abbiegen auf die Rewe-Zufahrt erleichtern zu können. Schließlich wird die westliche Zufahrtsrampe im Zuge des Umbaus der Bahnhofstraße abgerissen.

An dieser Stelle, gegenüber dem Zugang zum Volmepark, wird ein Platz entstehen, der als Treffpunkt dienen und zum Verweilen einladen soll. Dazu kommt in Form einer Rampe ein barrierefreier Zugang zu den Bahnhofsanlagen sowie zum Schnurrenplatz auf der anderen Seite der Gleisanlagen.

Neuer Platz fällt kleiner aus

„Hier gehen wir weiterhin davon aus, den Platz nicht so groß bauen zu können wie eigentlich geplant“, sagte Emmerichs. Denn über den Kauf eines zweiten Grundstücks im Bereich der Anlieferungszone des Rewe-Marktes hat die Gemeinde weiterhin keine Einigung mit der GCI sowie den anderen Mitbesitzern erzielt. „Das dies noch klappt, glaube ich derzeit auch nicht. Dann können wir die Anfahrt für Lastwagen baulich nicht verändern und müssen den Platz deshalb verkleinern. Diese Planungsvariante treiben wir jetzt intensiv voran“, erklärte Emmerichs.

Planungen werden am 26. Juni

vorgestellt Sämtliche Planungen zur Aufweitung der Rampe, der Umgestaltung der Bahnhofstraße sowie des Schnurrenplatzes, wo unter anderem eine Rampe, eine Treppenanlage, neues Pflaster und Beleuchtung realisiert werden, wird Emmerichs am 26. Juni in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vorstellen, anschließend müssen die Mitglieder darüber entscheiden. „Am 28. Juni gibt es zudem eine weitere Bürgerinformation“, sagte Emmerichs. Thema wird zudem der von der Politik gewünschte Personenaufzug von der Bushaltestelle Rathausplatz zum Rewe-Gelände. Einen solchen zu bauen, sei grundsätzlich möglich, verrät Emmerichs bereits.

Geben Politik und Öffentlichkeit grünes Licht, sollen nach erfolgter Ausschreibung die Aufweitungsarbeiten an der Rampe im Oktober und November durchgeführt werden. „Für Dezember planen wir den Verkehrsversuch, der dem Rewe-Markt zugesagt worden ist“, so Emmerichs. Der Vollsortimenter befürchtet laut Emmerichs durch den Abriss der westlichen Rampe eine Minusentwicklung bei der Kundenfrequenz. Nach einem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten sei diese aber nicht zu erwarten. „Das wollen wir dann mit dem Versuch auch in der Praxis beweisen, indem wir die westliche Rampe einige Wochen sperren“, sagte Emmerichs.

Parallel zur Aufweitung strebt der Fachbereichsleiter an, die Arbeiten am Schnurrenplatz (Bauzeit rund acht Monate) ebenfalls noch 2017 beginnen zu lassen. Sobald der Schnurrenplatz saniert ist, wechseln Bauarbeiter und -geräte zur Bahnhofstraße. Hier kalkuliert die Gemeinde mit unter einem Jahr Bauzeit.

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