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Neues nach Schulbrand im MK: Der Unterricht wird wieder aufgenommen

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Von: Bettina Görlitzer

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Nach dem Feuer: Die Primusschule in Schalksmühle bleibt erst einmal geschlossen.
Nach dem Feuer: Die Primusschule in Schalksmühle bleibt erst einmal geschlossen. © Thomas Machatzke

Es war Brandstiftung. Das Feuer an einer Schule im MK hat Spuren hinterlassen, doch es gibt Lichtblicke. Der Präsenzunterricht kann wieder stattfinden.

Schalksmühle – Der Ortstermin der Kriminalpolizei mit dem Brandsachverständigen hat den bereits im Raum stehenden Verdacht bestätigt: Das Feuer vor einer Woche, am 30. Oktober, an der Primusschule war die Folge von Brandstiftung.

Dafür wurden, so haben die Ermittlungen ergeben, zwei Papiercontainer aus Plastik aus rund 70 Metern Entfernung an die Fassade geschoben und in Brand gesteckt. Das Feuer griff dann auf die hölzerne Fassade über. Unter Verdacht stehen zwei bisher noch unbekannte Jugendliche, die unmittelbar bevor das Feuer entdeckt wurde, in der Nähe der Schule gesehen wurden.

Zwei Jugendliche unter Verdacht

Beide Tatverdächtige waren dunkel gekleidet, einer von ihnen trug eine Kapuze und ein gestreiftes Oberteil. Die Polizei bittet Zeugen, denen die beiden zwischen 2.10 und 2.30 Uhr in der Nacht zum Samstag, 30. Oktober, aufgefallen sind, oder die weitere Angaben zum Tathergang machen können, sich unter Tel. 0 23 53/9 19 90 zu melden.

Das genaue Ausmaß des Schadens steht nach wie vor noch nicht fest. Am Donnerstag war der Sachverständige der Versicherung vor Ort. Am Montag wird ein weiterer Gutachter den Brandherd auf eine mögliche Schadstoffbelastung kontrollieren, außerdem soll die Statik des betroffenen Gebäudeteils überprüft werden. Letztlich wird die Bauaufsicht des Märkischen Kreises die Nutzung von nicht beschädigten Räumen im betroffenen Bereich genehmigen müssen. Dabei geht es unter anderem um Sicherheitsaspekte wie den zweiten Rettungsweg.

Aber die erste Untersuchung am Donnerstag habe „Hoffnung gemacht, dass schon bald wieder Präsenzunterricht für einen Großteil der Schüler möglich ist“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Freitag.

Notbetreuung wieder am Standort

Das bestätigte Schulleiterin Astrid Bangert, die mit ihrem Team die Belegung der Räume plant. Da die Ebenen 1 und 2 der Schule gar nicht vom Feuer und seinen Auswirkungen betroffen sind, können die Räume dort bereits genutzt werden. Seit Donnerstag findet dort schon die Notbetreuung statt. Auch die Brandmeldeanlage ist wieder in Betrieb, sodass seit Mittwoch in der Mensa wieder gekocht werden kann und die beiden Kindergärten der Gemeinde und die OGS der Spormecke mit Mittagessen versorgt werden.

Am Montag können dann auch die sieben Lerngruppen der Stufe 1 (erstes bis drittes Schuljahr) in die Schule zurückkehren. Für die älteren Kinder wird das Homeschooling noch etwas länger andauern, bis die Ergebnisse des Schadstoffgutachtens vorliegen und alle nicht zerstörten Räume wieder genutzt werden können.

Reinigung einiger Räume reicht aus

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass drei der sieben von dem Brand unmittelbar betroffenen Klassenräume lediglich gereinigt werden müssen, sodass nur vier Räume ausfallen. Deshalb geht Schulleiterin Astrid Bangert davon aus, dass, sobald das Schadstoffgutachten grünes Licht gibt und die Fluchtwegregelung steht, alle Schüler wieder zurückkehren können.

Alle Klassen können demnach untergebracht werden. Möglicherweise müssen, zumindest vorerst, einige Werkstattangebote wegen der reduzierten Raumkapazitäten wegfallen.

Je nach Dauer der Sanierungsarbeiten müsste dann überlegt werden, zusätzlich andere Möglichkeiten zu nutzen, um wieder alle Unterrichtsangebote vorhalten zu können.

Auch Jörg Schönenberg wagte für die Dauer der Arbeiten noch keine Prognose. Erst müssten alle Gutachten vorliegen. Die ersten Handwerker, die schon beim Bau involviert waren, wurden dennoch bereits kontaktiert. Aber auch mit möglichen Lieferengpässen bei den benötigten Materialien müsse gerechnet werden.

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