Vier Kommunen wollen zusammenarbeiten

Neues Gewerbegebiet entlang der Autobahn 45 geplant

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Entlang der A45 soll in Schalksmühle ein zweites interkommunales Gewerbegebiet entstehen.

Schalksmühle - Freie und zugleich bebaubare Gewerbefläche in Schalksmühle ist derzeit nicht vorhanden, Neuansiedlungen von Unternehmen damit nicht möglich. Diesen Missstand will die Gemeinde jetzt beseitigen und plant in interkommunaler Zusammenarbeit mit Lüdenscheid, Halver und Nachrodt-Wiblingwerde eines neues Gewerbegebiet entlang der Autobahn 45 auszuweisen.

Dies erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Montag im Rahmen der letzten Ratssitzung des Jahres unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntmachungen. Die Gemeinde sei bereits seit längerer Zeit damit beschäftigt den Flächennutzungsplan, um Gewerbeüberhangflächen zu bereinigen und so eine neue, zusammenhängende Gewerbefläche ausweisen zu können. „Gespräche mit der Bezirksregierung Arnsberg laufen“, sagte Schönenberg.

Verantwortlich für das Projekt in der Gemeindeverwaltung ist Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt. Zur möglichen Lage und Größe des geplanten neuen Gewerbegebietes entlang der A45 wollte sich Bechtel auf Anfrage unserer Zeitung nicht näher äußern. „Wir diskutieren derzeit über verschiedene Bereiche, wollen für die Gespräche mit der Bezirksregierung auch mögliche Alternativlösungen parat haben“, erklärte Bechtel allerdings. Bevor ein genauer Standort festgelegt werde, müssten auch noch Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt werden, denn die ins Auge gefassten Flächen seien jeweils nicht komplett in kommunalem Besitz.

Insgesamt seien die Planungen noch in einem frühen Stadium, die Bürgermeister der vier Kommunen hätten aber fest signalisiert, Interesse an einem gemeinsamen Gewerbegebiet zu haben.

Vorabklärung in den nächsten Monaten

In der ersten Jahreshälfte 2017 soll eine Vorabklärung erfolgen, welche Flächen überhaupt zur Verfügung stünden. Zudem müssen die politischen Gremien in den beteiligten Kommunen Grundsatzbeschlüsse fassen, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll.

Für das eigentliche Verfahren bis zur Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes mit Änderung des Flächennutzungsplans und Beteiligung der Öffentlichkeit kalkuliert Bechtel mit rund einem Jahr. Anschließend könnten weitere rund zwölf Monate vergehen, weil auch der Regionalplan des Landesentwicklungsplans geändert werden muss. „Wenn alles gut läuft, könnten also frühestens 2019 die ersten Grundstücke verkauft werden“, sagte Bechtel.

„Aufräumarbeiten“ in der Gemeinde

Um das neue Gewerbegebiet realisieren zu können, ist der Fachbereichsleiter Technisches Bauamt derzeit dabei in der Gemeinde „aufzuräumen“. So seien im Flächennutzungsplan noch etliche Grundstücke für Gewerbe ausgewiesen, die faktisch aber nicht genutzt werden könnten. „Beispielsweise weil sie ein starkes Gefälle haben oder mittlerweile in Überschwemmungsbereichen bei Hochwasserlagen liegen“, erklärte Bechtel.

Diese Grundstücke sollen im Flächennutzungsplan in Waldbereiche oder landwirtschaftliche Nutzfläche umgewandelt werden. Mit der entsprechenden Vorlage wird sich der Rat laut Bechtel wahrscheinlich schon in einer der ersten Sitzungen im nächsten Jahr befassen. „So kommen wir schon einmal auf rund drei Hektar, die wir an anderer Stelle zusammenhängend wieder ausweisen können, ohne einen Flächenverbrauch zu haben“, sagte Bechtel.

Ein neues Gewerbegebiet sei wichtig, um den Standortvorteil Schalksmühles direkt an der Autobahn auch zukünftig ausspielen zu können. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Unternehmen, die sich ansiedeln möchten, verfügen derzeit aber über keine Kapazitäten“, erklärte Bechtel.

Das Gebiet entlang der Autobahn wäre für Schalksmühle das zweite interkommunale Gewerbegebiet. Gemeinsam mit Lüdenscheid hat die Volmegemeinde bereits die Fläche Heedfeld-Süd entwickelt, die bis auf ein Grundstück auf Lüdenscheider Gebiet mittlerweile komplett belegt ist.

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