Neues Einzelhandelskonzept soll die zentralen Versorgungsbereiche stärken

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Im Ortszentrum von Schalksmühle, wie hier im vorderen Bereich der Bahnhofstraße, stehen derzeit viele Ladenlokale leer.

Schalksmühle - Das Planungsbüro „Stadt + Handel“ aus Dortmund soll das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Gemeinde Schalksmühle erstellen.

Dafür sprachen sich am Dienstagabend die Mitglieder des Hauptausschusses im nichtöffentlichen Teil der Sitzung im Ratssaal des Rathauses aus und folgten damit der ebenfalls einstimmigen Beschlussempfehlung des Bau- und Planungsausschusses von Ende April.

„Wir werden das Siegerbüro jetzt informieren und das Konzept zeitnah beauftragen“, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde, am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung. „Stadt + Land“, das bereits für die Schalksmühler „Oben an der Volme“-Partnerkommunen Halver und Meinerzhagen Einzelhandelskonzepte entwickelt hat, setzte sich mit dem einstimmigen Votum des Hauptausschusses gegen das ebenfalls bundesweit tätige Planungsbüro „Junker + Kruse“ durch, das zuletzt unter anderem für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts in Lüdenscheid verantwortlich war. 

„Wie das Konzept genau aussehen soll, besprechen wir mit dem Büro nun in den nächsten Wochen. Viele Bausteine sind zwingend erforderlich, um letztlich Rechtssicherheit zu erlangen, andere jedoch, wie beispielsweise Haushaltsbefragungen optional“, sagte Emmerichs. Für die Erstellung des Konzepts stehen im laufenden Haushaltsjahr maximal 35 000 Euro zur Verfügung. Marc Föhrer, Geschäftsführer von „Stadt + Handel“, der sein Büro Ende April im Bauausschuss vorstellte, sprach damals von einem Erstellungszeitraum für das Konzept von maximal einem halben Jahr, sodass die zuständigen Fachausschüsse und der Rat sich eventuell sogar noch Ende 2017 mit einem Vorschlag des Büros beschäftigen und diesen verabschieden könnten.

Politik und Verwaltung erhoffen sich durch das für Schalksmühle künftig neue städtebauliche Planungsinstrument eine Unterstützung im Kampf gegen den Leerstand vieler Ladenlokale im Ortskern, durch eine Stärkung der zentralen Versorgungsbereiche in der Gemeinde. Zudem sollen Standortanfragen möglicher Investoren aus dem Bereich des großflächigen Einzelhandels, wie zuletzt etwa beispielsweise von Edeka und Netto (wir berichteten), durch die Verwaltung künftig schneller und rechtssicher beantworten können. 

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