Sicherheitsdienst im Gemeindegebiet im Einsatz

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Vier kriminelle Aktionen wurden in diesem Jahr bereits auf die Spielothek an der Bahnhofstraße verübt. Die Betreiber setzen nun auf mehr Sicherheitstechnik. Währendessen hat die Gemeinde hat einen Sicherheitsdienst für freitags und samstags engagiert.

Schalksmühle - Im vergangen Jahr ist die Zahl der Einbrüche in Deutschland um 1,8 Prozent auf insgesamt 152 133 Fälle gestiegen. Auch in Schalksmühle kam es in diesem Jahr bereits zu mehreren Vorfällen, bei denen „Langfinger“ in fremden Gebäuden nach Beute suchten. So wurde im Ortskern sowohl in die Spielhalle, als auch in das Lotto- und Tabakgeschäft mehrfach eingebrochen. Die Gemeinde Schalksmühle hat währenddessen Vorkehrungen gegen kriminelle Aktionen getroffen, zu denen auch Vandalismus zählt.

Seit dem 1. August ist ein privater Sicherheitsdienst in der Volmegemeinde aktiv und unterstützt die Polizei vor Ort an Frei- und Samstagen. Dies gilt auch für die Außenbezirke wie Reeswinkel oder Dahlerbrück.

„Wir haben Referenzen eingeholt und uns wurde die Hückeswagener Firma empfohlen, die auch bereits in Halver tätig ist“, sagt Winfried Schindler, Leiter des Ordnungsamtes. Der Einsatz habe auch einen präventiven Grund, der zu fruchten scheint: „Das ist wie mit der Feuerwehr. Viele sind beruhigt, weil sie da ist, auch ohne dass etwas passieren muss. Seitdem gibt es bisher keine Beanstandungen mehr“, sagt Schindler.

Ruhig blieb es seit dem Einsatz des Dienstes auch an der Spielothek an der Bahnhofstraße. In die wurde in diesem Jahr bereits zweimal eingebrochen. Zudem fanden zwei Überfälle auf die Spielothek statt – zuletzt am 28. Juli. „Der entstandene Schaden war sehr hoch“, sagt Simone Ouwerkerk, die Frau des Spielhallenbetreibers. „Wir haben in neue Kameras sowie verstärkte Sicherheitsgitter investiert. Zudem haben wir nun einen eigenen, ortsansässigen Sicherheitsdienst, der direkt vor Ort einsatzbereit ist“, so Ouwerkerk. Einbrecher würde es leicht gemacht, da in Schalksmühle keine eigene Polizeiwache vorhanden ist, ist sich die Spielhallen-Betreiberin sicher.

Polizei sieht keine Häufung von Delikten

„Von einer Häufung der Verbrechen kann keine Rede sein. Die Anzahl der Delikte bewegt sich statistisch im ganz normalen Rahmen“, sagt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei des Märkischen Kreises. So gebe es keine Notwendigkeit, zusätzliche Polizeikräfte im Schalksmühler Gemeindegebiet einzusetzen.

„Die Kollegen sind so oder so jeden Tag und jede Nacht auf Präsenzstreife. Nur sie können nicht überall zur selben Zeit sein“, erklärt Dilling. Besorgten Bürgern rät er, bei verdächtigen Personen oder auch Geräuschen direkt die Rufnummer 110 zu wählen. Die zuständigen Beamten würden dann ausrücken und den Sachverhalt vor Ort überprüfen. „In der Regel gibt es zwei unterschiedliche Einbrechercharaktere. Der erste Typ ist der lokal aktive Einbrecher, der auch aus der Umgebung kommt, meist aus demselben Ort“, erklärt Dilling.

Die zweite Art seien mobil überörtlich agierende Kriminelle – meist Banden – die vor allem aus dem Ruhrgebiet kommen. „Durch groß angelegte Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten sind uns auch im Raum MK bereits einige Täter ins Netz gegangen“, berichtet Dilling von erfolgreichen Maßnahmen der Polizei gegen Einbrecherbanden.

Zudem weist Dilling auf das Angebot der Polizei aus dem Bereich Kriminalprävention hin. Unter dem Motto „Riegel vor“ geben Sicherheitsexperten der Polizei den Bürgern – und auch Firmeneigentümern – Tipps, wie sie sich vor Einbrechern schützen können. Die Experten sind unter den Rufnummern 0 23 73 /90 99 55 11 oder 0 23 73 / 90 99 55 12 erreichbar. Auch Ortsbesichtigungen sind nach Absprache möglich.

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