Therapoly: Aus Insolvenz gerettet

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So sah es noch bei der Eröffnung der Praxis Therapoly im Jahr 2016 aus, jetzt gibt es einen neuen Namen.

Schalksmühle - Es war eine Eilmeldung im sozialen Netzwerk. Die Physiotherapie-Praxis Therapoly hatte zwei Monate keinen Kontakt zum Geschäftsführer und war in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Aber jetzt sei die „schwere Zeit“ vorüber.

Neuer Name, altes Team: Aus Therapoly wird jetzt „PT-X Physiotherapie und Training Marvin Schreyer“. Das gesamte Team wurde erhalten. „Die Zukunft der Angestellten war uns sehr wichtig“, sagte der neue Geschäftsführer des Physiotherapiezentrums Marvin Schreyer. Er war zuvor Teamleiter und bereits seit fünf Jahren bei Therapoly beschäftigt. 

Ende Juli war der damalige Geschäftsführer Gerhard Vogt plötzlich nicht mehr erreichbar – bis heute bestehe kein Kontakt. „Wir wussten im Sommer nicht, was los ist“, sagte Schreyer. Ende August kam dann ein Brief von einem Anwalt, aus dem hervorging, dass für Therapoly ein vorläufiges Insolvenzverfahren beginnt. Dieses wird mit dem Einreichen eines Insolvenzantrags eröffnet, von dem die Mitarbeiter bei Therapoly allerdings nichts mitbekommen haben. 

Seitdem liefen die Planungen auf Hochtouren. „Zwei Monate waren wir ohne Chef in der Praxis und versuchten den gewohnten Betrieb beizubehalten. Alle Mitarbeiter fragten sich, ob ihre Zukunft bei Therapoly noch gesichert sei“, sagte Schreyer. Immerhin existierte die Praxis seit 40 Jahren. 

Neuer Abschnitt für das Zentrum 

Seit vergangenen Freitag ist das vorläufige Insolvenzverfahren beendet und ein neuer Abschnitt für das Physiotherapiezentrum hat begonnen. Marvin Schreyer übernahm die Geschäftsführung – mit dem gleichen Team und im selben Gebäude soll der Betrieb nun fortgeführt werden. Die bisherigen zwei Etagen werden im Laufe der kommenden Wochen auf eine Etage begrenzt werden. Yoga und Reha-Sport werden aufgrund der räumlichen Verkleinerung nicht mehr angeboten. 

Das Team wird dafür ab November von zwei weiteren Mitarbeitern verstärkt. Darüber, was mit Gerhard Vogt passiert ist, hat auch Schreyer keine Informationen. „Mutmaßungen möchten wir vermeiden“, sagte er und bittet um Rücksichtnahme bei voreiligen Vermutungen. Vordergründig wäre, dass das Physiotherapiezentrum in Schalksmühle weiter bestehen wird und kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verloren hat. „Der Betrieb geht normal weiter“, sagte Schreyer.

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