Neuer Asphalt für Herbecke

Per Hand mussten die Arbeiter der Asphaltgruppe die Kanaldeckel auf die richtige Höhe ziehen.

SCHALKSMÜHLE - Mit vier Metern in der Minute bewegt sich die große Asphaltfertigungsmaschine auf der Straße Herbecke fort. Direkt hinter dem Gefährt verdichten Walzen die frisch verlegte Oberfläche. Insgesamt 800 Meter müssen neu bedeckt werden. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten spätestens Donnerstagmittag beendet sein.

Eigentlich sollte das Verlegen des Asphalts bereits am Montag beginnen. Aber: „Die Asphaltgruppe ist sehr begehrt. Das kann man nie auf die Minute genau planen“, erklärt Dag Mlody vom Schalksmühler Ingenieurbüro BBI. Dienstag früh rollte die Kolonne der Firma Strabag schließlich mit einem Tag Verzögerung an.

Zunächst trugen die Arbeiter die Tragschicht auf. Dazu schütteten Lkw das Material zunächst in einen Kübel an der Vorderseite des Asphaltfertigers. Im Inneren der Maschine beförderten Kratzbänder die Masse nach hinten, wo sie von sogenannten Schnecken auf die Breite der Straße verteilt wurde. Dabei musste die Masse auf 160 Grad Celsius erhitzt werden, da das Material sonst zu hart und damit nicht zu verarbeiten wäre. Eine Bohle zog die Masse glatt und verdichtete sie vor. Für die endgültige Verdichtung der Schicht sorgten die Walzen, die ständig hinter der Maschine herfuhren. Während das Auftragen der Masse von Fahrzeugen übernommen werden konnte, erforderte das Anpassen der Kanaldeckel Muskelkraft der Arbeiter. Von Hand mussten die Abdeckungen auf die richtige Höhe gezogen werden. Das Gleiche galt für die Schiebekappen der Wasserleitungen.

Am Mittwoch soll die vier Zentimeter dicke Verschleißschicht nach demselben Verfahren aufgetragen werden. Diese weist eine feinere Körnung auf, als die Tragschicht. Das größte Korn der Tragschicht ist 22 Millimeter groß, während die größten Teile der Verschleißschicht elf Zentimeter messen. Dadurch sei die Oberfläche dichter, sodass kein Wasser durchkäme und auch die Rollgeräusche verringert würden, erklärt Mlody.

Insgesamt werden etwa 1200 Tonnen Asphaltmasse für die Trag- und etwa 500 Tonnen für die Verschleißschicht verbaut. Um die obere Decke auftragen zu können, dürfe die Temperatur nicht unter fünf Grad Celsius sinken. Zudem seien Nässe und Wind ungünstig für die Arbeiten. Dag Mlody gibt sich zuversichtlich, dass die Asphaltierung bis Donnerstagmittag beendet werden könne: „Die Wetterprognose ist ja ganz gut.“

Von Jana Peuckert

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