Früher als geplant - Ehemalige Schalksmühler Realschule verschwindet

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Die Abrissarbeiten an der alten Realschule sind mittlerweile deutlich zu erkennen

Schalksmühle - Früher als geplant sind die Abbrucharbeiten an der alten Realschule angelaufen. Der Gebäudekomplex soll in den kommenden Wochen einem Projekt der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) weichen. Entstehen sollen dort Wohngemeinschaften für Senioren.

Am Alten Schulhof ist seit einigen Tagen einiges in Bewegung. Ursprünglich hatte die WHS, die Bauherrin des Vorhabens ist und mit der Pflege an der Volme GmbH einen Partner und zugleich Mieter gefunden hat, bekannt gegeben, dass die Abrissarbeiten Anfang 2020 stattfinden sollen. Nun haben die Beteiligten einen „Frühstart“ gemacht. „Die Entscheidung für den Bau fiel bereits im Juni. Damals waren wir noch sehr vorsichtig mit Aussagen zum Abrissstart. Dann haben wir aber doch einen Unternehmer gefunden, der noch in diesem Jahr anfangen konnte. So können wir im Frühjahr mit dem Neubau beginnen“, erklärt Andrea Craen von der WHS. Die Geschäftsführerin hält es nun für realistisch, dass das Projekt im Sommer 2021 fertig ist. „Mit den ursprünglichen 15 Monaten haben wir nur grob gerechnet. Inklusive Abbruch wäre das in der Zeit nicht zu schaffen gewesen.“ 

Entkernung seit Oktober

Bereits Anfang Oktober, quasi ohne das jemand großartig davon etwas mitbekommen hatte, begann das beauftragte Unternehmen damit, das Innere der alten Schule zu entkernen. Seit Mittwoch ist dort nun auch ein Bagger am Werk. Das Gebäude wird vom Alten Schulhof aus abgerissen. Jeweils zum Wochenende der 49. und der 50. Kalenderwoche soll dann der Dachgiebel abgetragen werden. Dazu wird die Straße gesperrt (" Infokasten unten). Während der weiteren Abbrucharbeiten soll der anfallende Schutt mit Sattelschleppern abtransportiert werden. Deshalb wird für diese Zeit ein Parkverbot aufgestellt, sagt Andrea Craen. „Uns ist bewusst, dass das für die Anwohner und Anlieger sowie für die Besucher der Ärzte und Betriebe eine große Belästigung darstellt. Wir erwarten definitiv Probleme für die Menschen. Deshalb haben wir versucht, das Ganze im kleinen Rahmen zu halten.“ 

An der ursprünglichen Planung habe sich laut der Geschäftsführerin nichts geändert. Bereits im Juni sei der Mietvertrag mit den Pflegedienstleistern, PuG-Geschäftsführer Florian Wilms und Hendrik Gräff, Betreiber des Seniorenhauses Muhle, geschlossen worden. Zudem sei die Ausschreibung für die Neubau-Maßnahme fertig und werde bald versandt. Die WHS möchte nahe der Bergstraße unter dem Arbeitstitel „Alter Schulhof“ drei Wohngemeinschaften für jeweils acht ältere Menschen auf drei Etagen errichten. In Nachbarschaft zur Tagespflege, die in Kooperation von PuG und WHS bereits 2016 in Betrieb genommen wurde, sollen geräumige, barrierefreie Einzelzimmer, Küche, Terrasse beziehungsweise Balkon im Erdgeschoss und Nebenräume sowie ein Gemeinschaftsraum entstehen. Mit rund 20 Quadratmetern liegen die Zimmer über den gesetzlichen Vorgaben. 

Selbstbestimmtes Wohnen möglich

Die Art der dort angebotenen Pflege- und Unterstützungsleistungen, so das Konzept des Partners PuG-Pflegedienst, sollen die Bewohner selbst bestimmen können. Rund 18 qualifizierte Mitarbeiter sollen Vollzeit in der neuen Einrichtung arbeiten und für die älteren Menschen da sein.

Sperrungen aufgrund der Abrissarbeiten

Im Verlauf der Arbeiten in den kommenden Wochen wird es zu Einschränkungen für den Verkehr hin. Darauf weist Andrea Craen, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS), in einer Pressemitteilung hin. 

Folgende Sperrungen und Einschränkungen wird es im Rahmen der Abrissarbeiten geben: 

Der Bereich der Friedhofstraße von der Hausnummer 8 bis zur Einmündung zur Jahnstraße wird zweimal voll gesperrt. Von Freitag, 8. November, bis Montag, 11. November, erfolgt die erste Sperrung des Bereichs. Von Freitag, 15. November, bis Montag, 18. November, ist die Durchfahrt ein weiteres Mal nicht möglich. . Außerdem gibt es etwa einen Monat lang ein absolutes Halteverbot. Das gilt von Montag, 11. November, bis Sonntag, 8. Dezember. Betroffen sind die Friedhofstraße bis zur Jahnstraße, die Jägerstraße sowie die Jahnstraße bis zur Bahnunterführung Grabenstraße. Anwohner und Besucher, Mitarbeiter anliegender Firmen sowie Patienten der anliegenden Praxen und Tagespflege werden gebeten, Fahrzeuge anderweitig abzustellen, heißt es vonseiten der WHS. Im genannten Zeitraum wird der Verkehr durch Ampelanlagen geregelt.

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