Aldi-Neubau im Höhengebiet

Schicksal besiegelt: Dieser Aldi-Markt im MK wird abgerissen

Aldi Heedfeld, Bezirksregierung
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Es gibt neue Infos zum Aldi-Markt in Heedfeld: Zu den neuen Plänen gehört ein Abriss des Gebäudes.

Das Schicksal des Aldi-Marktes in Heedfeld ist besiegelt. Eine Nachricht aus dem Schalksmühler Rathaus dürfte den Anwohner ihre Sorgen mit Blick auf die Nahversorgungslage in dem Ortsteil nehmen.

Heedfeld – Nachdem vor mehr als einem Jahr bekannt wurde, dass der Essener Konzern seinen 15 Jahre alten Discounter in den Fokus nehmen will, kursierten zahlreichreiche Gerüchte um die Zukunft der Filiale.

Im Spiel waren dabei eine Vergrößerung des bestehenden Marktes, ein Neubau auf „grüner Wiese“ sowie eine Schließung. „Nun wurde eine Lösung gefunden, mit der auch die Bäckerei einverstanden ist“, erklärt Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes. Ein Ersatzneubau in gleicher Form ist geplant – nur größer.

Geändertes Einkaufsverhalten der Kunden

Das Unternehmen greife diese Variante auf, um auf das geänderte Einkaufsverhalten der Verbraucher zu reagieren. Der vorhandene Markt soll weiterentwickelt und die maximal zulässige Verkaufsfläche im Bebauungsplan erhöht werden, heißt es in der entsprechenden Vorlage der Gemeindeverwaltung. Ziel ist es, die Fläche von 900 auf 1100 Quadratmeter zu erhöhen. Dazu muss der Verlauf der Baugrenze geringfügig geändert werden. Aldi möchte so „die Erneuerung und den Fortbestand des Lebensmitteleinzelhandels planungsrechtlich sichern und dadurch die Versorgungsstruktur in Schalksmühle nachhaltig stärken“.

Neubau auf „grüner Wiese“ keine Alternative

„Die vielen unterschiedlichen Varianten wurden von der Bezirksregierung Arnsberg nicht unkritisch gesehen“, weiß Ralf Bechtel. Die Entscheidung für den Neubau sei in Abstimmung mit der Behörde getroffen worden, da es bei dieser Variante keine baurechtlichen Bedenken gab. Bei der Alternative auf der „grünen Wiese“, die einen Leerstand in Heedfeld und Konkurrenz für Geschäfte im Ortskern mit sich gebracht hätte, gab es diese Bedenken. Es bestünden auch keinerlei Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung des vorhandenen Schutzgebietes (Natura 2000). Dabei geht es um den Schutz von Flora und Fauna.

Das Vorhaben werde im Zuge der städtebaulichen Weiterentwicklung der Gemeinde integriert und in einer bereits erschlossenen Fläche im Innenbereich umgesetzt. Somit müsse auch keine Umweltprüfung durchgeführt werden. Der Umweltbericht und die Angabe, welche Arten dort vorhanden sind, seien ebenfalls nicht erforderlich.

Offenlegung im Januar

In Form eines sogenannten beschleunigten Verfahrens soll die Planung bereits am 7. Dezember im Rahmen der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses beraten und nach dem Hauptausschuss (17. Dezember) im Gemeinderat am 21. Dezember beschlossen werden. Da die geplante Erweiterung der Grundstücksfläche nicht den Schwellenwert von 20.000 Quadratmetern überschreitet, reiche es aus, die Planung für vier Wochen öffentlich zu legen, erklärt Bauamtsleiter Ralf Bechtel.

Die Offenlegung soll im Januar 2021 erfolgen, weshalb auch die Ratssitzung vor Weihnachten bereits den entsprechenden Beschluss zur Umsetzung des Vorhabens liefern soll. „Der Flächennutzungsplan muss dann nur noch korrigiert und der Bebauungsplan angepasst werden. „Das es vonseiten des Aldi-Konzernz jetzt so schnell gegangen ist, passt uns sehr gut.“

Nahversorgung in Heedfeld

Um die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs für Heedfeld, Hülscheid und die umliegenden Ortsteile (nördlicher und nordöstlicher Teil des Gemeindegebietes) zu sichern, wurde in Heedfeld das Nahversorgungszentrum eingerichtet. Seit 1995 bestand diese Absicht der Gemeindeverwaltung. Der Gemeinderat beschloss am 20. Dezember 2004 den Bebauungsplan „Nr. 25 - Sondergebiet Hülscheider Straße“ – als Satzung. Neben dem Lebensmittelgeschäft mit einer Verkaufsfläche von maximal 900 Quadratmetern wurde die Ansiedlung ergänzender Einzelhandelsbetriebe, wie Bäcker, Metzger und Drogeriemarkt, sowie zusätzlicher Dienstleistungsbetriebe wie Banken, Friseur, Ärzte und Anwälte, mit einer Verkaufsfläche von zusammen maximal 300 Quadratmetern ermöglicht. Heute haben sich eine Bäckerei, eine Sparkassenfiliale und eine Arztpraxis neben dem Lebensmitteldiscountmarkt angesiedelt.

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