Neue Fußgängerbrücke am Strücken geliefert

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Nachdem die Brücke angepasst ist und die Bohrlöcher markiert sind, hängt sie zunächst frei schwebend über der Volme, lose an einem Baum befestigt. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Nur wenige Stunden hat es gedauert, dann saß die neue Fußgängerbrücke, die den Ortsteil Strücken mit der B 54 verbindet, auf ihrem Fundament. Dennoch steckt hinter dem Projekt, das mit der Anlieferung der 6,5 Tonnen schweren Aluminium-Konstruktion seinen Höhepunkt fand, eine logistische Meisterleistung. Voraussichtlich ab Ende nächster Woche soll die Brücke nutzbar sein.

Lothar Bitschnau, Eigentümer der östereichischen Firma Bitschnau, war am Freitag eigens nach Schalksmühle gekommen, um selbst dabei zu sein, als die von ihm konstruierte Brücke in wenigen gezielten Arbeitsschritten auf ihren Fundamenten platziert wurde. Etwa 25,5 Meter lang und 1,75 Meter breit ist das Bauwerk. Die Gehwegfläche hat eine Breite von 1,35 Metern. Mit ihren 6,5 Tonnen ist die Brücke geradezu ein Leichtgewicht – denn sie besteht aus korrosionsbeständigem Aluminium. In der von Bitschnau entwickelten Leichtbauweise im regelrechten Baukastensystem können Brücken bis zu einer Länge von 50 Metern und einer Breite von fünf Metern gebaut werden. Darüber hinaus stoßen die Transport- und Montagemöglichkeiten an ihre Grenzen, da die fertigen Konstrukte in einem Stück geliefert werden.

Für den Aufbau musste gestern Morgen für wenige Minuten die Volmestraße voll gesperrt werden. Nachdem der Transporter seinen Platz eingenommen hatte, regelten Mitarbeiter des Bauhofs den Verkehr an dem Fahrzeug vorbei. Aber in dem Moment, in dem der Kranwagen, die Brücke anhob, um sie auf die Fundamente zu heben, mussten die Autofahrer warten. Erst als der „leichtgewichtige“ Koloss über der Volme schwebte, floss der Verkehr auf der B 54 wieder.

Für das Montageteam setzte dann die Maßarbeit an. Die Träger der Brücke wurden ein erstes Mal auf den aufgearbeiteten Fundamenten platziert, um die Markierungen für die Bohrlöcher setzen zu können. Dabei war maßgenaues Arbeiten gefragt. Danach „baumelte“ die Brücke ein paar Meter weiter über der Volme, leicht befestigt an einem Baum, während die Löcher für die Befestigung der Träger in den Fundamenten gebohrt werden konnten. Erst danach wurde die Brücke endgültig platziert.

Jetzt ist noch das Team des Bauhofs gefragt, um die Zugänge zur Brücke anzugleichen. Sobald das erfolgt ist, wird sie freigegeben und eine der beiden Baustellenampeln auf der Volmestraße verschwindet. ▪ gör

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