140.000 Euro für neuen Rettungsweg am Rathaus 

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An dieser Stelle soll von außen eine Fluchttreppe an das Rathaus angebaut werden.

Schalksmühle -Hierbei stellten die Gutachter fest, dass das Rathaus im Ortskern laut Bauordnungsgesetz NRW zu den „Gebäuden mittlerer Höhe“ gehört. Zu diesen Bauwerken zählen alle Gebäude, die entsprechende Etagen-Fußböden in einer Höhe zwischen sieben und 22 Metern aufweisen.

Die dritte Etage des Rathauses befindet sich laut Gutachten auf einer Höhe von zehn Metern, so dass nach der Bauordnung ein zweiter Rettungsweg vorgeschrieben ist, den die Gemeinde nun nachrüsten muss. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass die Feuerwehr das Obergeschoss im Einsatzfall von außen per Leiter nicht erreichen könne.

Stahlkonstruktion kaum sichtbar

Nach Absprachen mit dem Märkischen Kreis und mehreren Fachplanern soll demnächst an der Nordseite – neben der Tiefgaragenzufahrt – von außen ein Fluchttreppenhaus als Stahlkonstruktion angebracht werden. Diese Option sei, laut der Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im neuen Jahr, „technisch unkompliziert“ und trete in „sehr geringem Umfang in Erscheinung“.

Zudem soll die Fluchttreppe durch die geöffneten Fenster erreichbar sein, so dass keine zusätzlichen Türen eingebaut werden müssten.

Die Durchführung der Maßnahme, die die Fachplaner des Architekturbüros „Fun“ berechnet haben, würde die Gemeinde Schalksmühle rund 140 000 Euro kosten. Das Herforder Büro ist bereits an der Planung und Umsetzung des Umbaus der Primusschule beteiligt.

Sicherheitstreppenhaus deutlich teurer

In Absprache mit dem Kreis und den Fachplanern gab es eine weitere angedachte Variante, die Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Hierbei hätte das Haupttreppenhaus zu einem Sicherheitstreppenraum umgebaut werden müssen. Umfangreiche technische Anlagen zur Entrauchung des Treppenhauses inklusive Aufzugschacht sowie die Erneuerung aller Brandschutztüren in allen Stockwerken des Rathauses seien ein „im wirtschaftlichen Rahmen nicht lösbares Problem“ gewesen, so dass diese Variante verworfen wurde.

Die Mittel in Höhe von rund 140 000 Euro seien bereits im Haushaltsplan im Unterpunkt „Gebäudeunterhaltung Rathaus“ eingestellt.

Die Verwaltung will den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses die Durchführung der Baumaßnahme als Stahlkonstruktion in der Sitzung am Donnerstag, 14. Januar, im Rathaus zum Beschluss vorlegen.

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