Neue Badesaison fest im Blick

Glör 365: Das sind die weiteren Vorhaben - neue Baderegeln

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Bis zur Badesaison 2020 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Schalksmühle/Breckerfeld - Seit Anfang des Monats gehen die Arbeiten im Zuge der Aufwertung der Glörtalsperre weiter. Nun haben die Verantwortlichen der federführenden Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH (FSG) weitere Details und einen Zeitplan für die Maßnahme vorgestellt.

Im Rahmen eines Gesprächs im derzeit ungenutzten Haus Glörtal waren unter anderem Markus Schlüter, stellvertretender Regionaldirektor Regionalverband Ruhr (RVR), André Dahlhaus, Bürgermeister der Stadt Breckerfeld, und Jörg Schönenberg, Bürgermeister der Gemeinde Schalksmühle, Markus Tempelmann (Kämmerer der Stadt Halver), Hans-Ulrich Wehmann und Wolfgang Flender für die Geschäftsführung FSG sowie die beiden Regionalmanagerinnen Friederike Schriever (Leader-Region Oben an der Volme) und Constanze Boll (Vital.NRW-Region Ennepe.Zukunft.Ruhr) anwesend. Es sollte die Frage geklärt werden, wie es an der Glör weitergeht und was die Badesaison 2020 bringt?

Das Oberziel der Bestrebungen aller Beteiligten sei es, so Markus Schlüter, gemeinsam den Standort Glör nach vorne zu bringen. „Als Hauptgesellschafter stehen wir zu unseren Beteiligungen.“ 

Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden Arbeiten an der Staumauer durchgeführt, um die Sicherheit des Bauwerks zu gewährleisten, erklärt Wolfgang Flender. Immerhin stünden 28 Meter Wasser hinter der Mauer. Insgesamt 48 Gewerke waren und sind noch an der Sperre im Einsatz. 

Arbeiten an der Staumauer

Nachdem bereits 2014 unter anderem die Mauer saniert und Elektro-Messtechnik sowie Einbruchschutz erneuert wurde, um dem Baukörper weitere „100 Jahre Lebensdauer“ zu geben, sei die FSG in 2018 gebeten worden, dies erneut zu tun. Der Zustand der Mauer wurde überprüft und Schiebertechnik sowie Rechen und Absperranlagen saniert, ausgetauscht und ergänzt – mit einer Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren, so Wolfgang Flender. In diesem Jahr sollen noch Restarbeiten erfolgen. Bis zur Badesaison 2020 hofft man, dass der Glörsee seinen normalen Wasserstand zurückerhält. 

Glörtalsperre: Viele Kräfte ziehen an einem Strang, um die Aufwertung des Freizeitschwerpunktes voranzutreiben.

Im Zuge der Aufwertungsmaßnahme, die das Gewässer zu einem ganzjährigen Anziehungspunkt machen soll, wurden die bereits vorhandenen 290 Parkplätze auf 580 erweitert. Die zusätzliche Fläche lässt sich bei Bedarf in den Sommermonaten öffnen. Diese Maßnahme erfolgte aus eigenen Mitteln. Beteiligt an ihr sind die Kommunen Halver und Schalksmühle (in Verbindung mit Leader), die jeweils 50 000 Euro beisteuern, sowie die Stadt Breckerfeld, die ebenfalls diese Summe einfließen lässt und mit Vital kooperiert. Bisher wurden am Haus Glörtal, dem Eingangspunkt zur Talsperre, die nicht unterhaltene Böschung landschaftsbaulich gestaltet. Zudem wurde ein Fahrradabstellplatz angelegt, der auch eine Ladestation für E-Bikes bekommen soll.

 Des Weiteren sollen die Treppen rund um das Restaurant erneut werden. Außerdem wird das Konzept des Bikerparkplatzes verkehrstechnisch überdacht. Im Badebereich wurde Erdreich für eine Terrassenanlage aufgeschüttet, die einen sichereren Zugang ins Wasser sowie bei niedrigem Pegelstand Aufenthaltsmöglichkeiten bieten soll. Zudem wird derzeit ein Spielplatz mit einem eigenen U3-Bereich in der Nähe des Badekiosks angelegt und an der Ausgestaltung eines Erlebnis-Rundwegs mit Infotafeln zu unterschiedlichen Themenstandorten (fossiler Fund, Staumauer, Fischerei) gearbeitet.

Ausgezeichnete Wanderroute in Planung

Der Weg soll darüber hinaus auch als ausgezeichnete Wanderroute zertifiziert werden. Bis zum Start der Badesaison sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Zufahrtsstraße Um einen problemlosen Zugang zu dem beliebten und im Sommer von bis zu 3000 Besuchern frequentierten Freizeitschwerpunkt zu ermöglichen, soll in Zukunft auch die Zufahrt saniert werden. Der Eingangsbereich an der Glörstraße soll neu gestaltet werden. 

Unter anderem entsteht eine Mittelinsel sowie ein Fußweg und die Schrankenanlage wird entfernt. Außerdem soll eine Ampelregelung eingeführt werden. Derzeit werden, so Hans-Ulrich Wehmann, letzte Details zur Finanzierung geklärt. Bis Herbst oder im neuen Jahr soll dann auch die Straße fertig sein. Der Grund: Die Arbeiten könnten nur außerhalb der Saison stattfinden.

Die Kosten: 540 000 Euro; Zufahrtsstraße: 1,1 Millionen Euro; Staumauer: 1,2 Millionen Euro.

Neue Baderegeln

Für die Badesaison 2020 wurden neue Baderegeln festgelegt. Das Schwimmen ist dann auch ohne eine besetzte DLRG-Station auf eigene Gefahr erlaubt. Dies geht einher mit der rechtlichen Neudefinition des Glörsees als Badestelle. Bislang hieß es immer Badestrand. Eine entsprechende Beschilderung zu den neuen Regeln soll bis zum 15. Mai rund um das Gewässer aufgestellt werden.

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