Naturschutzgebiet westlich der Volme geplant

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Das geplante Naturschutzgebiet Nottkleff ist rund 22 Hektar groß und wäre das erste in Schalksmühle.

SCHALKSMÜHLE - In Schalksmühle soll nach den Plänen der Bezirksregierung Arnsberg das erste Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. In der kommenden Woche soll bei einer Sitzung des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde des Märkischen Kreises grünes Licht für die weitere Planung gegeben werden.

Von Alisa Kannapin

In dem Gremium sitzen unter anderem Vertreter anerkannter Naturschutz-Verbände, die Vorschläge oder Bedenken zum geplanten Naturschutzgebiet äußern können. Im Anschluss soll der Verordnungsentwurf voraussichtlich Ende Februar öffentlich bei der Bezirksregierung Arnsberg, im Kreishaus Lüdenscheid und im Rathaus der Gemeinde Schalksmühle ausgelegt werden. Eventuelle Anregungen werden von der Bezirksregierung geprüft. „Vermutlich im Sommer oder im Herbst tritt die Verordnung dann in Kraft“, erklärt Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

Bei dem geplanten Naturschutzgebiet Nottkleff handelt es sich um eine rund 20 Hektar große Fläche westlich der Volme mit zum Teil steilen Hangbereichen bei „Im Dahl“ und „Pulvermühle“. Die Fläche besteht aus zusammenhängenden Buchen- und Eichenmischwäldern, mehreren natürlichen Silikat-Felsformationen und einer artenreiche Feuchtwiese.

Wie Christoph Söbbeler mitteilt, haben bereits Gespräche mit Eigentümern, die Flächen auf diesem Gebiet besitzen, stattgefunden. „Es geht darum, die Grundstruktur dieses zum Teil sehr alten Mischwaldes langfristig zu pflegen und zu erhalten. Eine wirtschaftliche Nutzung des Geländes ist nach wie vor möglich. Wenn Bäume geholzt werden, muss jedoch eine Nachpflanzung erfolgen“, erklärt Söbbeler.

Für den normalen Bürger werde sich durch die Ausweisung des Naturschutzgebietes nicht viel ändern, so Winfried Schindler vom Fachbereich Bürgerdienste der Gemeinde. Natürlich dürften in einem Naturschutzgebiet keine Pflanzen ausgerissen oder neue einfach gepflanzt werden. Doch bestehende Wanderwege, die durch das Gebiet führen, würden in Zukunft beispielsweise nicht abgesperrt.

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