Primusschüler werden zu Naturdetektiven

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Seit Anfang August führte Erziehungshelferin Melina Volbert mit den Erst- und Zweitklässlern die Natur-AG. Dank recht gutem Wetter erlebten die Kinder in den Wochen viele Erlebnisse in den Wäldern rund um das Schulgelände.

Schalksmühle - Viele Kinder verbringen ihre Freizeit nur noch mit elektronischen Spielgeräten. Das es auch anders geht, zeigte die nun auslaufende Natur-AG von Melina Volbert. Die Primusschüler erlebten über mehrere Wochen Wald und Wiesen hautnah und bastelten zum Abschluss mit ihrer Erzieherin eine Erinnerungsmappe über ihre wöchentlichen Erlebnisse in der Natur.

„Für die Mädchen und Jungen wurde die AG recht schnell zu ihrer Lieblings-AG“, sagte Melina Volbert. Die Erziehungshelferin im Praxissemster ist seit August an der Primusschule aktiv und engagiert sich im Ganztagsangebot der Primusschule, das in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf Lüdenscheid angeboten wird. Die Idee einer Natur-AG hatte Volbert selbst und stieß hierbei auf große Neugier der Erst- und Zweitklässler.

Probleme untereinander gab es nicht: „Die Kinder, die sonst gar keine Verbindung hatten, haben sich superschnell integriert“, erzählt Volbert. Das milde, trockene Wetter der letzten Wochen sei zudem von Vorteil gewesen, so dass die Kinder fast jede Woche raus in die Natur konnten.

Besonders zahlreiche Entdeckerspiele, bei denen die Mädchen und Jungen mit Fernglas und Lupe durch die umliegenden Wälder der Schule auf Spurensuche gingen, begeisterten die Kinder. „Sie untersuchten Tierspuren, Hölzer, Blätter und waren ganz fasziniert, was für Kleinsttiere sie alle entdeckten“, erzählt die Erziehungshelferin.

"Dieb" manipulierte die Schatzsuche

Etwas schwierig gestaltete sich die vorbereitete „Schatzsuche“, die die Kinder in der vergangenen Woche erleben durften. Hierbei hatte Erzieherin Volbert in Kleinstarbeit Hinweise in der Natur versteckt, denen die Kleinen nachgehen sollten, um den versteckten Schatz zu finden. Doch als die Mädchen und Jungen anfingen zu suchen, waren diese nicht mehr auffindbar – „Die hat einfach jemand gestohlen“, sagte die achtjährige Lana-Mae.

Mit Hilfe der AG-Leiterin fanden die Kinder letztendlich doch noch ihren Schatz und freuten sich – nach dem vorherigen Frust – umso mehr über kleine Süßigkeiten und einen Naturdetektiv-Ausweis, den nun jedes der Kinder besitzt.

Natur-AG soll weiter fortbestehen

Mit Ende des Praktikums von Volbert endet nun auch die Natur-AG. „Das ist sehr schade, weil wir diese nach den positiven Erlebnissen der Kinder gerne weiterführen würden“, sagte Sinah Weiland, tätätig für das SOS-Kinderdorf und Erzieherin im Ganztagsangebot der Primusschule.

Allerdings sei das Kinderdorfteam, unter der Leitung von Labida Dydas, hierbei auf externe Hilfe angewiesen. „Wir suchen immer nach Menschen, die uns ehrenamtlich bei der Bildung von AGs für die Kinder unterstützen wollen. Auch gerne mit eigenen Ideen“, sagt Weiland.

Wer Interesse hat – ob kreatives Basteln, Sport oder Handwerk – kann sich beim SOS-Kinderdorf unter Tel. 0 23 51/ 67 24 00 melden.

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