Nase reinstecken beim Stöbertag erlaubt

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In der Kita Wansbeckplatz wurde kräftig gespielt: Leona (links) und Svenja (rechts), die selbst früher in der Kita betreut wurden, nutzten den Besuch, um mit Julien und Jara ein Kartenspiel zu spielen und sich die Einrichtung anzusehen.

Schalksmühle - Wenn zahlreiche Kinder mit gelben Kappen ausgestattet durch die Gemeinde ziehen, ist wieder der Stöbertag angesagt. 90 Viertklässler der Grundschulen Spormecke und Löh schnupperten gestern bei der zehnten Ausgabe dieser Aktion in Unternehmen und Einrichtungen hinein.

Auch unsere Zeitung empfing vier Stöberkinder, die gemeinsam mit Lokalredakteurin Alisa Kannapin verschiedene Stöberstellen besuchten. Am Vormittag wollten die beiden zehnjährigen Sera-Ilayda Turhan und Sinja Kubik Redaktionsluft schnuppern. Doch vorher lernten sie, worauf es beim Zeitungsmachen ankommt: Nämlich erst einmal Termine zu besuchen, über die im Anschluss geschrieben wird.

In der Kita Wansbeckplatz schauten Sinja und Sera-Ilayda in der Frosch-Gruppe vorbei. Dort spielten gerade Leona und Svenja mit zwei Kindergartenkindern ein Spiel. Die beiden Grundschülerinnen wurden früher auch in der Kita betreut und freuten sich, nach langer Zeit mal wieder vorbei schauen zu können. Im Nebenraum wurde kräftig gebastelt. Dort stellte Nanette Wahle, die Mutter eines der Kindergartenkinder, mit einem Teil der Frosch-Gruppe Rasselbälle aus Filz her.

Gespielt wurde auch im Seniorenpark Reeswinkel. In die Arbeit der Altenpfleger schnupperten dort Kimberly, Lena, Hannah und Emilie hinein. Die Schülerinnen waren ziemlich begeistert, dass gleich mehrere Bewohner des Seniorenparks mehr als 100 Jahre alt sind. Ergotherapeutin Simone Hoffmann zeigte den Grundschülern zunächst die Einrichtung, wobei auch die verschiedenen Tiere des Seniorenparks besucht wurden. Im Anschluss stand Wettkegeln auf dem Programm, wobei die Grundschüler gegen das Senioren-Team antraten. Zeitungs-Stöberkind Sinja wollte von Simone Hoffmann auch noch wissen, wie die Zimmeraufteilung im Seniorenpark ist. „Mehr als 80 Prozent unserer Bewohner haben ein Einzelzimmer, die anderen wohnen zu zweit“, erklärte die Mitarbeiterin.

Einmal im großen Streufahrzeug sitzen

Etwas technischer wurde es am Nachmittag im Bauhof. Jetzt waren Linus Wouter van Asch und Kimberly Schneider die Zeitungs-Stöberkinder und besuchten beim Bauhof die Grundschüler Marvin und Tom. Esref Police, Mitarbeiter des Bauhofs, zeigte den Kindern zunächst das Streufahrzeug, in das sie sich auch mal hineinsetzen durften. Außerdem erklärte er ihnen, was die elf Bauhof-Mitarbeiter überhaupt alles machen und wofür sie zuständig sind. In der Werkstatt war Polices Kollege Peter Kappel gerade damit beschäftigt, ein Ersatzteil für ein Spielgerät anzufertigen.

Eine der beliebtesten Stöberstellen war in diesem Jahr wieder die Eisdiele Venezia der Familie Sapere. Hier durften die Schülerinnen Floriane, Chiara und Stella im Service mithelfen und Bestellungen aufnehmen. Zeitungs-Stöberkind Kimberly wollte zudem wissen, wie Bruno Sapere sein Eis macht. In der Küche zeigte der Schalksmühler den Kindern seine große Eismaschine, die bei mehr als 25 Grad minus die kalte Speise herstellt. Doch nicht nur Arbeit stand für die Stöberkinder auf dem Programm, sondern auch Eis essen. Die Kugeln durften sie sich sogar selbst aus der Kühl-truhe holen.

Nachdem Linus und Kimberly genug Informationen gesammelt hatten, ging es in die Zeitungsredaktion. Dort zeigte ihnen Lokalredakteurin Alisa Kannapin, wie die Bilder auf die Seite kommen und wie eine Zeitung am Computer „gebaut“ wird.

Unterstützung durch angehende Erzieher

Insgesamt machten 29 Unternehmen und Einrichtungen beim zehnten Stöbertag mit. Die Aktion wird jedes Jahr vom Jugendzentrum Wansbeckplatz in Kooperation mit der Jugendförderung des Märkischen Kreises organisiert. „Der Kreis initiierte damals die Aktion und führte sie vor zehn Jahren auch in Schalksmühle ein“, erklärte Nektarios Stefanidis, der Leiter des Jugendzentrums.

Unterstützt wurden die Organisatoren von 22 Schülern der Erzieher-Klasse des Lüdenscheider Gertrud-Bäumer-Berufskollegs. Die Schülerinnen betreuten die Kinder zum Teil bei den Stöberplätzen und sorgten dafür, dass die Schüler die Stellen fußläufig sicher erreichten. Um die Kinder auch zu weiter entfernten Stöberstellen bringen zu können, lieh sich das Jugendzentrum unter anderem vom Märkischen Kreis und vom Unternehmen Schriever Schrauben Kleinbusse.

Von Alisa Kannapin

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