Erst Abriss, dann Neubau

Nächster Schritt für neuen Aldi-Markt in Heedfeld

Aldi Heedfeld
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Der Aldi in Heedfeld wird abgerissen.

Der Aldi-Markt in Heedfeld soll abgerissen werden, damit für eine neue Filiale Platz ist. Dazu gibt es noch etwas Klärungsbedarf.

Schalksmühle – „Der vorhandene Aldi soll „zeitnah abgerissen und durch ein neues Gebäude in größerer Form ersetzt werden“, sagt Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt, im Bau- und Planungsausschuss am Montag. Über Pläne des Essener Aldi-Konzerns, den vorhandenen Markt abzureißen und an gleicher Stelle größer aufzubauen, sowie eine damit verbundene Änderung des Bebauungsgebiets „Sondergebiet Hülscheider Straße“ im beschleunigten Verfahren informierte er die Mitglieder.

Nach Rückfragen, die sich unter anderem auf Klimaschutzmaßnahmen bezogen, folgte der Ausschuss unter Vorsitz von Klaus Nelius dem zweigeteilten Beschlussvorschlag und stimmte der 1. Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren sowie der Durchführung der Offenlage und der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange einstimmig zu.

Ziel der Bebauungsplanänderung ist es, Aldi eine Weiterentwicklung seines Lebensmittelhandelsbetriebs zu ermöglichen, die maximale Verkaufsfläche auf 1100 Quadratmeter festzusetzen und den Verlauf der Baugrenze geringfügig zu ändern. Möglich sei das beschleunigte Verfahren, da es sich bei der Bebauungsplanänderung um eine Änderung innerhalb der vorhandenen Ausdehnung handele, erläuterte Bechtel.

Mehr Marktfläche, weniger Parkplätze

Von der Größe her sei der neue Markt mit dem Aldi-Markt an der Hohen Steinert vergleichbar. Auf die Vergrößerung der Verkaufsfläche zielte eine Anfrage von Dietmar Dassler (FDP). „Die Fläche hätte Aldi auch vorher bebauen können“, antwortete Bechtel. Beim neuen Markt seien mehr Flächen für die Lagerung vorgehalten. Schon vorher hätte Aldi 60 Prozent der Grundstücksfläche bebauen dürfen. „Der Parkplatz war zu groß.“ Von daher gehe der Neubau auch zulasten des Parkplatzes. „Pflasterfläche wird durch Bebauungsfläche ausgetauscht.“

Den Klimaschutz im Blick

Gebäude wie der Aldi Hohe Steinert seien mittlerweile für den Konzern Standard. Nachfragen zielten auch auf das Klimaschutzkonzept der Gemeinde und diesbezügliche Maßnahmen am Neubau. Geplant seien unter anderem der Einsatz der Wärmerückgewinnung und eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Die Anlage werde große Teile des Daches bedecken. „Aldi zieht das komplette Register.“ In den Planungen und Kostenansätzen seien Maßnahmen zum Klimaschutz berücksichtigt. Ergänzend fügte Bürgermeister Jörg Schönenberg hinzu: „Wir bleiben in Sachen Klimaschutz am Ball.“ Landauf und landab würden Maßnahmen zum Schutz des Klimas bei Aldi umgesetzt.

Positiv äußerte sich Jan Jellesma (SPD) zum Aldi-Bauvorhaben. „Wir freuen uns, dass Aldi ein Signal aussendet und die Nahversorgung auf Jahre gesichert ist“, erklärte er.

Auf Nachfrage bestätigte Dr. Axel vom Schemm von der Aldi Einkauf GmbH Co. oHG die Infos der Gemeinde. „Wir treiben unsere Pläne voran, den Markt in Schalksmühle-Heedfeld im Zuge der Modernisierung des gesamten Aldi-Nord-Filialnetzes durch einen moderneren und größeren Markt zu ersetzen“, erklärte er. Ziel sei es „an Ort und Stelle neu zu bauen.“

Neueröffnung noch in 2021 geplant

Eine Neueröffnung plant das Unternehmen für das kommende Jahr 2021. Vom baurechtlichen Vorgehen hängt das Ganze ab.

Die neue Aldi-Filiale in Heedfeld wird dem Aldi-Markt an der Altenaer Straße in Lüdenscheid nahekommen, verrät vom Schemm. Auch diese Filiale wie die an der Hohen Steinert erneuert worden. Der Fokus liegt vor allem auf „einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen sowie einem vergrößerten Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren für unsere Kundinnen und Kunden.“ Rund 1700 Produkte aus 18 Warengruppen werden ungefähr angeboten. Hinzu kommen bis zu dreimal wöchentlich wechselnde Aktionsartikel. Die neuen Filialen werden mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet.

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