Nachtbus: Konzept wird überarbeitet

Bis Herbst soll die Verwaltung nun ein neues Konzept für den Nachtbus vorlegen, der am Wochenende von Lüdenscheid nach Schalksmühle fährt.

Schalksmühle -  Das Thema Nachtbus lockte am Montag einige jüngere Bürger in den Ratssaal, die bei den öffentlichen Beratungen des Gemeinderates dabei sein wollten.

Unter dem Punkt Fragestunde der Einwohner appellierte dann auch SPD-Politiker Jonas Bauer als anwesender Bürger an den Rat, das Nachtbus-Angebot nicht abzuschaffen. Dazu verteilte er auch ein Info-Blatt an den Rat, auf dem junge Menschen Argumente für den Erhalt des Busses aufgelistet hatten.

Bauer und auch die anderen jungen Bürger gaben aber zu, dass vor allem die frühe Abfahrtszeit in Lüdenscheid um 0.10 Uhr ein Grund dafür sei, dass der Bus nicht so stark genutzt würde. Hier würden sich die jungen Menschen eine Änderung wünschen.

Peter Bökenkötter, MVG-Bereichsleiter Angebot, hatte zu einer späteren Fahrtzeit (2 Uhr nachts) des Nachtbusses Angebote eingeholt. Da extra ein externer Fahrer für diese Tour abgestellt werden müsse, würde das Angebot in dieser Form mehr als 30 000 Euro im Jahr kosten.

Fest steht allerdings, dass der Nachtbus in der jetzigen Form zu wenig angenommen wird. Im vergangenen Jahr fuhren nur noch 653 Fahrgästen mit dem Bus. Zu wenig für die Sparkasse, die als Hauptsponsor das Angebot unterstützt und nun aufgrund der geringen Nutzung abspringen möchte.

Da jedoch kein Ratsherr das Transport-Angebot für Jugendliche einfach streichen wollte, entschied der Gemeinderat einstimmig, dass die Verwaltung nun bis Herbst in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und dem Jugendzentrum Alternativvorschläge erarbeiten soll, wie der Bus künftig bedarfsgerechter angeboten werden kann. - aka

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