Nach der Wahl ist vor der Wahl

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Die Auszählung der vier Briefwahlbezirke in Schalksmühle erfolgte ab kurz nach 18 Uhr im Rathaus. Die letzten Ergebnisse lagen am Sonntag gegen 20.30 Uhr vor.

Schalksmühle - Am Montagvormittag war auch für die Schalksmühler Gemeindeverwaltung die Landtagswahl 2017 endgültig beendet. Ein Mitarbeiter war mit allen wichtigen Unterlagen auf dem Weg zum Märkischen Kreis, und die Urnen mit den Stimmzetteln waren sicher in einem Kellerraum des Rathauses verstaut. Dort bleiben sie, bis das Ergebnis durch den Kreiswahlleiter bestätigt und damit offiziell ist.

„Wir sind mit dem Ablauf der Wahl in Schalksmühle sehr zufrieden“, sagte Reinhard Voss, Leiter des für die Wahl zuständigen Fachbereiches Finanzen, EDV und Soziales in der Gemeindeverwaltung. Als viertschnellste Kommune hatte Schalksmühle am Sonntagabend alle 14 Stimmbezirke (zehn Wahllokale und vier Briefwahlbezirke) ausgezählt. „Nennenswerte Probleme hatten wir nicht“, sagte Voss.

Rund 90 Helfer waren am Wahlsonntag in den Lokalen und beim Auszählen der Briefwahlbezirke im Einsatz. „Drei Ehrenamtliche sind kurzfristig krank geworden, so dass wir am Sonntagmorgen bei der Besetzung der Wahllokale etwas umdisponieren mussten. Weil wir aber in einigen Lokalen einen personellen Überhang und dazu eine Liste mit Ersatzkandidaten hatten, war auch das letztlich kein Problem“, sagte Voss.

Der Tag nach der Wahl war für den Kämmerer und sein Team allerdings auch bereits der erste Tag vor der Bundestagswahl am 24. September. Zur Vorbereitung bleiben gut vier Monate. „Der Aufwand wird ähnlich sein wie jetzt bei der Landtagswahl“, kündigte Voss an, die Anzahl von zehn Wahllokalen und deren Wählerzuschnitt sowie vier Briefwahlbezirken möglichst unverändert lassen zu wollen. „Eventuell wechseln wir in dem einen oder anderen Stimmbezirk den Wahlraum, aber das werden wir in den nächsten Wochen und Monaten in Ruhe entscheiden“, sagte Voss. Wahlhelfer können sich übrigens bereits jetzt bei der Verwaltung melden.

Kosten von rund 5000 Euro

Nach Abzug des Landeszuschusses rechnet Voss für die Gemeinde mit reinen Wahlkosten – ohne Personalaufwand – von rund 5000 Euro. „Deutlich höhere Kosten haben wir als Gemeinde bei einer Kommunalwahl, denn der Aufwand ist im Vorfeld größer“, erklärte Voss. Bei einer Kommunalwahl müsse die Gemeinde beispielsweise die Stimmzettel selbst drucken lassen, die Wahlbezirke von der Wählerzahl möglichst gleich groß zuschneiden und 14 Wahllokale einrichten. „Das eigentliche Auszählen geht dafür bei einer Wahl auf Gemeindeebene schneller, weil dort das mögliche Stimmen-Splitting bei Landes- und Bundestagswahl wegfällt“, berichtet Voss, der seit 1999 für die Durchführung aller Wahlen in Schalksmühle verantwortlich ist.

Auch wenn mittlerweile alle relevanten Wahlunterlagen im Lüdenscheider Kreishaus angekommen sind, indirekt wird den Kämmerer die Wahl die nächsten Tage zumindest indirekt dann doch noch beschäftigen. „Die Parteien haben maximal zwei Wochen Zeit sämtliche Wahlwerbung zu entfernen. Darauf achten wir natürlich. Am liebsten wäre mir sogar, wenn möglichst schon Ende dieser Woche alle Plakate verschwunden wären“, sagte Voss.

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