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Nach Unklarheiten: Arbeiten an Kita im MK haben begonnen

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Von: Thomas Machatzke

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Arbeiten an Kita im MK sind in vollem Gang.
Arbeiten an Kita im MK sind in vollem Gang. © Thomas Machatzke

Großbaustelle Kindergarten. Lange hat die Einrichtung darauf gewartet, nun haben die Arbeiten an der Kita begonnen.

Schalksmühle – Wer dieser Tage der „Villa Kunterbunt“ im Ortsteil Dahlerbrück einen Besuch abstattet, trifft im ersten Augenschein eines an: eine Großbaustelle. Schwer vorstellbar, dass zwischen den Handwerkern und dem schweren Gerät, mit dem sie ihren Dienst verrichten, ein Kita-Betrieb möglich ist. Ist aber so. Im Obergeschoss läuft der normale Betrieb, sonst ist quasi nichts normal.

Sind die Arbeiten im Plan? „Ursprünglich war die Übergabe für Ende Juni 2022 geplant, doch dieser Termin wird nicht zu halten sein. Stand jetzt wird es Anfang August“, sagt Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes der Gemeinde, beim Ortstermin in der Kita, „es kann vieles passieren – positiv wie negativ – bei so einer Zeitspanne. Termine sind da nur Absichtserklärungen. Aber August wäre natürlich schön – es würde dann eine Art Punktlandung hin zum neuen Kita-Jahr.“

Der Bagger bei Asphaltarbeiten. Kita Dahlerbrück
Der Bagger bei Asphaltarbeiten. © Thomas Machatzke

Zuletzt ist das, was passiert ist, eher negativ gewesen: Bei der Sanierung des Untergeschosses, also der alten Hausmeisterwohnung, die bald zu einem modernen Kindergartenbereich umfunktioniert sein soll, hatte man Hohlräume im Boden entdeckt. Es ist ein altes Gebäude, das einst der Kommune Breckerfeld als Schule im damals noch zu Breckerfeld gehörenden Ortsteil Dahlerbrück diente. Das ist lange her. Weil die Kommune Schalksmühle da noch außen vor war, gibt es aus dieser Zeit nicht einmal Baupläne. Überraschungen sind da nicht so überraschend.

Bodenplatte fehlt

Jedenfalls gibt es im Untergeschoss einen Mittelteil mit Bodenplatte, aber auch zwei Außenbereiche, in denen die Bodenplatte fehlt. „Da ist nur mit Estrich auf Schlacke gearbeitet worden – ohne feuchtigkeitssperrende Wirkung“, sagt Bechtel. Wohl auch deshalb wurde bei zu wenig Lüften zuletzt Schimmelbildung verzeichnet. Deshalb war ein Ruheraum im Frühjahr für die Nutzung ausgefallen.

Kita Dahlerbrück
Der Boden vor der Betonierung. © Thomas Machatzke

Für die Arbeiten war das Fehlen der Bodenplatten keine gute Nachricht: Fortan wurden die Bereiche einen Meter tief ausgeschachtet – abschnittsweise, um die Statik des Gebäudes nicht zu gefährden. Wer von der TSD-Turnhalle auf die Kita schaut, sieht Berge von Erde, Container voller Bauschrott. Es ist eine Kernsanierung…

Inzwischen aber ist der Boden so weit, dass am Montag der Beton gegossen werden soll. Ein Meilenstein im Bauprojekt. Dafür wird ein großer Wagen mit Schlauch und Betonpumpe anrücken: Der Parkplatz zwischen TSD-Turnhalle und Kita wird nach Absprache mit dem Märkischen Kreis für einen Tag komplett gesperrt.

Untergeschoss komplett neu zugeschnitten

Der Grundriss im Untergeschoss hat im Zuge der Baumaßnahmen einen komplett neuen Zuschnitt erhalten. Ein großer Gruppenraum, ein Ruheraum und Raum fürs Team, sanitäre Anlagen. Nur der Aufzug fürs Essen ist den Mehrkosten für die Bodenplatten zum Opfer gefallen. Aber das spart in der erst vor Kurzem sanierten Küche darüber auch größere Arbeitsmaßnahmen. Man wird damit leben können.

Dafür soll am Ende jede Gruppe auf einer Etage viel, viel Raum haben. Im Untergeschoss sind zum Sanitärbereich neue Stahlträger eingezogen worden, im geplanten Gruppenraum wird es ein großes Sitzfenster geben, auch des besseren Lichtes wegen – im Moment ist da einfach nur ein großes Loch in der Wand, das aber Anfang Dezember mit einem Fenster geschlossen werden soll. „Wir müssen das vor dem Winter dicht haben“, sagt Bechtel. Geplant ist, dass Anfang Februar das Untergeschoss eine Endreinigung unterzogen wird. Dann können die Kita-Kids von oben nach unten umziehen. Und dann beginnt oben derselbe Spaß. Der Grundriss wird auch dort neu zugeschnitten. Ab Sommer 2022 soll auch oben nur noch eine Gruppe beheimatet sein – mit mehr Kindern, aber eben auch mehr Platz und Möglichkeiten als bisher.

Viel zu tun bis Sommer 2022

Zu diesen neuen Möglichkeiten zählt auch die kleine Turnhalle, die im oberen Teil als neuer Anbau entsteht. Hier hat zuletzt gerade ein Bagger den Asphalt aufgenommen. Dort, wo im Frühjahr die Kinder noch draußen spielten, ist nun eine große Baustelle. „Der restliche Asphalt, den wir im Moment noch belassen haben, damit man ordentlich in die Kita kommt, wird am Ende der Arbeiten auch noch aufgenommen“, erklärt Ralf Bechtel.

Es bleibt viel zu tun bis zum Sommer 2022, aber dann soll innen wie außen alles neu sein. Dann soll die Großbaustelle Geschichte sein – und die „Villa Kunterbunt“ eine Kita modernsten Zuschnittes. Diese Vorstellung hilft schon jetzt – gegen den Baulärm und die Ungeduld nach einer in der Tat langen Bau-Odyssee im kleinen Vorort Dahlerbrück.

15 Kubikmeter Beton aus der ganz großen Pumpe.
15 Kubikmeter Beton aus der ganz großen Pumpe. © Machatzke, Thomas

Am Montag, 25. Oktober, rückten zwei große Laster der Firma STB Sauerländer Transportbeton vom Lüdenscheider Freisenberg mit großer Betonpumpe an und füllten über die über einen großen Kran verlegte Rohrleitung 15 Kubikmeter Beton in die vorbereiteten Flächen links und rechts vom Eingangsbereich.

Nur im mittleren Bereich war die ehemalige Hausmeisterwohnung bereits in der erste Bauphase vor Jahrzehnten ordnungsgemäß aufgestellt gewesen in Sachen Bodenplatte. In den übrigen Bereiche war der Estrich in Schlacke gelegt worden. Deshalb hatte man in diesem Teil auch Probleme mit der Feuchtigkeit. Für die Arbeiten am Montag war in Absprache mit dem Märkischen Kreis für den kompletten Tag der Parkplatz zwischen Kita und TSD-Turnhalle gesperrt worden. Am Abend hatte die Pumpe ihr Werk getan. Nun muss der Beton trocknen und aushärten. Ein Meilenstein bei den Bauarbeiten in der „Villa Kunterbunt“ ist es. Bis zum August 2022 soll das komplette Kita-Gebäude und auch das Gelände, auf dem die Kinder spielen können, rundum modernisiert sein für einen Kita-Betrieb mit dann noch mehr Jungen und Mädchen als bisher.

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