Einigung nach vielen Gesprächen

Nach Protesten der Mitarbeiter: IG Metall verhindert Kündigungen bei einer Firma im MK

Protestkundgebung, Outokumpu, IG Metall
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Protestkundgebung im Oktober: Mitarbeiter der Firma Outokumpu legten am Donnerstag ihre Arbeit nieder. Grund sind Umstrukturierungsmaßnahmen.

Im Oktober protestieren Mitarbeiter eines Unternehmens im Märkischen Kreis gegen mögliche Kündigungen. Das hat sich nun gelohnt.

Dahlerbrück – Im Oktober haben Mitarbeiter des Stahlkonzerns Outokompu in Dahlerbrück vor Ort protestiert. Der Arbeitgeber hatte im Zuge von Sozialplanverhandlungen auch betriebsbedingte Kündigungen für den Standort Dahlerbrück ins Spiel gebracht. Im Raum stand ein Abbau von knapp 50 Stellen.

Die von der IG Metall begleiteten Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmen zu einem Sozialplan sind nun beendet worden. Betriebsbedingte Kündigungen konnten dabei verhindert werden.

„Wir haben gemeinsam dafür gesorgt, dass Outokumpu in Dahlerbrück eine Zukunft hat. Anstelle von betriebsbedingten Kündigungen haben wir zum Beispiel mit Vorruhestandslösungen gefunden, die sozialverträglich sind. Damit hat Stahl auch in unserer Region Zukunft“, erklärt Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis.

Der Betriebsratsvorsitzender Siegfried Kwapich dazu: „Unser Protest im Oktober hat dem Arbeitgeber signalisiert, dass wir bereit sind, für soziale Lösungen zu kämpfen. Gut, dass wir keine weiteren Protestaktionen benötigt haben, um sozialverträgliche Ausstiegs- und Transfermodelle zu vereinbaren und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Das ist ein wichtiges Signal für die Mitbestimmung, die in der Stahlindustrie einen hohen Stellenwert hat.“

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