Anerkennung für Fluthelfer

Nach Hochwasser: Besonderer Dank an Einsatzkräfte

Lars Busch (rechts) überreichte dem Leiter der Schalksmühler Feuerwehr, Dirk Kersenbrock, symbolisch einen Frühstückskorb.
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Lars Busch (rechts) überreichte dem Leiter der Schalksmühler Feuerwehr, Dirk Kersenbrock, symbolisch einen Frühstückskorb.

Lars Busch aus Schalksmühle hat seine Idee umgesetzt. Er möchte sich bei allen Helfern für ihren Einsatz bei dem Hochwasser bedanken und hat dafür eine Sammelaktion ins Leben gerufen. Das Ergebnis: 125 Frühstückskörbe. Die gehen an die Kräfte von Feuerwehr, DRK und THW. Auch bei der Polizei haben sich Schalksmühler bedankt.

Schalksmühle – Zunächst sollte die Dankesaktion von Lars Busch für die Feuerwehr, das DRK und die Polizei im Hinblick auf deren Einsatz bei der Flutkatastrophe ganz anders ausfallen. Busch wollte in seiner Feldküche für die Einsatzkräfte kochen, doch die meisten Helfer seien bereits bestens mit Verpflegung versorgt gewesen.

Somit entschloss sich der Schalksmühler, stattdessen eine Sammelaktion für 125 Frühstückskörbe zu initiieren, die dann den Helfern als Dankeschön zugute kommen sollten.

Weitere 3500 Euro an Spenden übrig

Am Sonntag übergab Lars Busch am Feuerwehrgerätehaus Spormecke nun symbolisch einen der Frühstückskörbe an den Leiter der Schalksmühler Feuerwehr, Dirk Kersenbrock. Die restlichen Körbe sind noch bei Lars Busch gelagert und werden, gemessen am Bedarf, von der Feuerwehr abgeholt. Von der Polizei waren zwar ebenfalls Vertreter anwesend, sie dürfen jedoch keine Geschenke entgegennehmen. „Insgesamt haben sich mehr als 200 Menschen an der Organisation der Aktion beteiligt, wobei über 5000 Artikel für die Frühstückskörbe gesammelt werden konnten“, freut sich Lars Busch. Dabei stammt der weitaus größte Anteil aller Spenden von Privatpersonen.

„So kam zum Beispiel eine ältere Dame extra aus Stallhaus zu uns, um uns eine Tasche mit Sachspenden vorbeizubringen“, erzählt Lars Busch. Das Internet, insbesondere Facebook, habe ebenso wie die heimische Presse einen guten Beitrag dazu geleistet, die Aktion zu verbreiten und die Menschen zu mobilisieren, so Busch.

Sachspenden und eine beträchtliche Geldsummer

„15 Minuten, nachdem wir den Aufruf online gestellt hatten, kam der erste Anruf für eine Spende, und die Spendenbereitschaft riss sieben Tage lang nicht ab.“ Neben den Sachspenden nahmen die Macher der Spendenaktion um Lars Busch auch eine beträchtliche Summe an Geldspenden ein, mit denen zunächst die Frühstückskörbe, wo es denn notwendig war, mit zugekauften Artikeln aufgefüllt werden konnten.

Zur Übergabe der Frühstückskörbe erschienen Vertreter der an der Bekämpfung der Flutkatastrophe beteiligten Organisationen sowie Bürgermeister Jörg Schönenberg.

„Nun sind noch 3500 Euro an Geldspenden übrig geblieben, über deren Verwendung derzeit noch beraten wird“, so Busch. Frühstückskörbe, die übrig bleiben, werden derweil an Menschen gegeben, die in besonderem Maße von der Flutkatastrophe betroffen sind. Der Leiter der Schalksmühler Feuerwehr, Dirk Kersenbrock, bedankte sich für diese besondere Form der Anerkennung, die nun in erster Linie den Ehrenamtlern zugute komme. Seinen Dank richtete Kersenbrock nicht nur an die Einsatzkräfte der Feuerwehr, sondern auch an Polizei, DRK und THW.

Bürgermeister Jörg Schönenberg bezeichnete die Aktion als eine wunderbare Geste insbesondere für die Ehrenamtler, die im Einsatz waren, um den Geschädigten der Flutkatastrophe zu helfen. Den besonders stark betroffenen Opfern der Flut in Schalksmühle versprach Schönenberg zudem schnelle Hilfe aus jenen Spenden, die die Gemeinde mit ihrem Spendenkonto, dessen Betrag sie noch aufstocken wird, akquirieren konnte. „Wir werden vorrangig den Blick auf besonders schwere Einzelfälle richten, denen wir mit den Spendengeldern helfen können“, sagte Bürgermeister Schönenberg.

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