Nach Einbruch brennt alte Schlecker-Filiale

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Bei der Übung versorgten Helfer des DRK Schalksmühle die verletzten Jugendlichen.

SCHALKSMÜHLE - Samstag-nachmittag ertönten in der Gemeinde die Sirenen. Der Grund: Eine Alarmübung der Feuerwehr Dahlerbrück und des DRK Schalksmühle in der ehemaligen Schlecker-Filiale an der Volmestraße. Schon 14 Tage vor der Übung begannen die Unterbrandmeister Marc Schäfer und Thomas Rasche mit der Planung.

„Das leerstehende Gebäude soll bald abgerissen werden. Vor 15 Jahren ist hier schon mal der Dachstuhl abgebrannt – also sehr realistisch. Wir haben uns ein paar Hürden einfallen lassen, die unser Löschzug gleich zu bewältigen hat“, erklären die Organisatoren. So werde gleich ein Jugendlicher behaupten, es sei noch eine Person mehr im Gebäude, was aber gar nicht stimme. „Außerdem weiß keiner, dass es nur eine Übung ist.“

Um realistisch ein Feuer darzustellen, was Jugendliche nach dem Einbrechen in das Gebäude gelegt haben, wurden zwei Nebelmaschinen auf den beiden Etagen installiert und betätigt. Anschließend wurden vier geschminkte Mitarbeiter des DRK als Schwerverletzte positioniert, die geborgen werden sollten.

Um 16.30 Uhr alarmierte Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt die Feuerwehr Dahlerbrück und das DRK Schalksmühle. Nur sieben Minuten später erreichte die Wehr aus Dahlerbrück den Übungsplatz. Hier trafen sie auf die angebliche Augenzeugin, die den Notruf abgesetzt habe und zwei Jugendliche, die gerade aus dem vernebelten Gebäude stürmten. Die Jugendlichen teilten der Feuerwehr mit, dass sich noch drei Personen im Gebäude befinden. Eine Minute später trafen die DRK-Mitarbeiter ein, die sich um die Betroffenen kümmerten und die Verletzten versorgten.

Die Einsatzkräfte wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Das erste Team übernahm das Gebäude, das zweite wurde für die Wasserversorgung und Atemschutzbereitstellung eingeteilt. Ein zweiter Löschtrupp von der Feuerwehr Schalksmühle traf vor Ort ein. Nachdem die Wasserversorgung gesichert war, wurden zwei Atemschutztrupps in das Gebäude geschickt, die jeweils eine Simulantin retteten.

Ein weiterer Atemschutztrupp fand im Gebäude keinen weiteren Verletzten. Stattdessen tat ein Feuerwehrmann so, als ob seine Sauerstoffversorgung nicht mehr ausreiche. Er musste daraufhin aus dem Gebäude getragen werden.

Gegen 17.30 Uhr beendete Unterbrandmeister Marc Schäfer schließlich die Übung. Er war mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Obwohl niemand vorher Bescheid wusste, erschienen circa 30 ehrenamtliche Helfer der Feuerwehr und des DRK. Der Ablauf hat in einer richtig guten Zeit geklappt. Alle Verletzten einschließlich des Feuerwehrmannes wären gerettet worden.“

Ein kleiner Fehler sei allerdings aufgetreten: Obwohl nur die Dahlerbrücker alarmiert wurden, erschien auch die Feuerwehr Schalksmühle. „Aber das ist ja nicht weiter schlimm – ganz im Gegenteil“, sagte Schäfer. Nach der Übung fuhren alle Mitwirkenden zum Feuerwehrgerätehaus Dahlerbrück, wo der Einsatz bei einem Snack noch einmal besprochen wurde.

Von Jan Lehmann

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