Adventskonzert

Konzert in Heedfeld: Abstecher in verschiedene Länder 

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Der Musizierkreis glänzte unter Leitung von Volkmar Korte (links), der selbst als Geiger beim Konzert zum Advent in der Heedfelder Kirche mitwirkte.

Heedfeld - „Herbei, o ihr Gläubigen“: Mit klangschönen Melodien aus alter und neuer Zeit bereiteten der Kirchenchor und der Musizierkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld am Sonntag in der Heedfelder Kirche Herzen und Sinne auf Weihnachten vor.

Zum stillen Genießen, Innehalten und Mitmachen legten die Mitwirkenden bei ihrer traditionellen Adventsmusik, die wie jedes Jahr für ein volles Gotteshaus sorgte, ein heiter-besinnliches Programm mit Liedern und Weisen aus vielen Ländern auf. 

Im Wechsel, jede Gruppe für sich und gemeinsam, steckten Sänger und Musiker ihr Publikum mit eigener Weihnachtsfreude an. Texte zum Nachdenken und Innehalten steuerte Pfarrerin Doris Korte zur Adventsmusik bei. 

Hektik vorübergehend vergessen

Alle Hektik der Vorweihnachtszeit machte Ingrid Hahn an der Orgel mit der Choralpartita „Gelobet seist du, Jesu Christ“ von Georg Böhm vergessen. Vollends in die Stille entführte sie an der Seite von Saskia Reher (Querflöte) mit dem berühmten „Air“ von Johann Sebastian Bach, das seinen Zauber in Form einer verträumt schwelgenden Oberstimme der Querflöte über der Bass-Stimme der Orgel entfaltete. Beide Interpretinnen setzten im Verlauf des Konzerts vielfältige Impulse.

Unter Leitung von Christiane Buhr-Wortmann ermunterte der Kirchenchor zum Loben, Singen und Jubilieren. Dem freudigen Hymnus „Ehre sei Gott“ stellten die Männer und Frauen, die mit einem runden, ausgewogenen Chorklang erfreuten, den weihnachtlichen Chorsatz „Wie soll ich dich empfangen?“an die Seite. Beide Lieder stammten aus der Feder von Friedrich Silcher. 

Querflötistin Saskia Reher (vorne) unterstrich den Gesang der Frauen im Hintergrund. Der Musizierkreis und Kirchenchor gestalteten das Konzert.

Staunend beschrieb der gemischte Chor das Wunder der „Heilige(n) Nacht“ als Nacht der unendlichen Liebe. Frohlocken ließen bekannte Weihnachtslieder aus Böhmen, England und Russland, die zum fröhlichen Singen ermunterten. „Singet fröhlich allezeit“, hieß es da. Stimm- und stilsicher erfasste der Chor die Stimmungen der zumeist a cappella vorgetragenen Lieder.

Die Seele streichelten überdies Leonie und Finya Raßmussen, die den weihnachtlichen Melodienreigen mit Leonard Cohens berühmtem „Halleluja“ – einem der weltweit am meisten gecoverten Songs – bereicherten. Mit ihren jungen, klaren Stimmen interpretierten die beiden Mädchen den berührenden Song äußerst gefühlvoll. 

Chor tummelt sich in verschiedenen Ländern 

Wie der Chor tummelte sich der Musizierkreis, der sich unter Leitung von Volkmar Korte die Ehre gab, in unterschiedlichsten Ländern. Hoch in den hohen Norden ging’s auf vielfältigem Instrumentarium mit Pekka Juhani Hannikainens finnischen „Weihnachtsglocken“. Mit „All Night, All Day“, zündend und erfrischend umgesetzt, gelang ein spritziger Abstecher nach Amerika. 

Stetig, in kleinen Schritten zogen die Musiker bei einem schottischen Rondo mit verschiedenen Variationen das Tempo an – und gewannen auf ganzer Linie. Auch gemeinsam – „Die Nacht ist vorgedrungen“ – begeisterten Kirchenchor und Musizierkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld mit berauschender Klangfülle. Bei bekannten Kirchenliedern wie „Herbei, o ihr Gläubigen“ war die Gemeinde in der Heedfelder Kirche zum Mitsingen eingeladen.

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