Musikalische Zeitreise im Bauernhaus Wippekühl

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Michael Frank und Guido Reuter nahmen, unterstützt von Sebastian Fritzlar, mit den großen Simon & Garfunkel-Hits ihre Zuhörer mit auf die Zeitreise in die 1960er und 70er Jahre. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Als textsicher bewies sich das Publikum am Freitag im ausverkauften Bauernhaus Wippekühl. Viele der größten Hits der Simon & Garfunkel Revival Band konnten die Zuschauer lückenlos mitsingen.

Mit Stücken wie „Scarborough Fair“ oder „Bright Eyes“, zeitlosen Klassikern wie „Mrs. Robinson“, „The Boxer“ oder „The Sound of Silence“ machten sich Musiker und Publikum auf eine Zeitreise durch die Musik von Simon & Garfunkel aus den 1960er und 70er Jahren.

Musikalisch machte die dreiköpfige Band dem Original dabei Konkurrenz. Perfekt harmonierte der Gesang von Michael Frank und Guido Reuter. Franks melodische Stimme erinnerte stark an die von Art Garfunkel. Mit kurzen, oftmals ironischen Ansagen führte er zudem durch die Songauswahl des Abends. Auch Guido Reuter musste den musikalischen Vergleich mit Paul Simon nicht scheuen. Mühelos wechselte er den gesamten Abend über die Instrumente von der Flöte über die Geige bis hin zu Klavier oder der Kistentrommel Cajón. Weitere musikalische Unterstützung kam von Sebastian Fritzlar, der die beiden Sänger den ganzen Abend über sicher an Gitarre, Bass, Klavier und einer riesigen Blechtrommel begleitete. Deren Einsatz zur afrikanischen Version des Titels „Cecilia“ brachte das Publikum in Hochstimmung.

Den ganzen Abend sorgten der Veranstalter, die Gemeinde Schalksmühle, und der Freundeskreis des Bauernhauses für eine reichliche Bewirtung der Gäste. Auch in der zweiten Hälfte überzeugte das Trio mit seinen Interpretationen melancholischer und heiterer Songs von Paul Simon, die bei einem großen Teil des Publikums Erinnerungen weckten und schließlich gar eine Fledermaus in das alte Gebälk des Bauernhauses lockten.

Nach dem rund zweistündigen Programm wollten die Besucher die Band noch lange nicht gehen lassen. Das große Finale mit „Bridge over troubled waters“ war ihnen nicht genug und sie verlangten lautstark nach weiteren Zugaben. Für die Band war es nicht der erste Besuch im Sauerland. Noch gut erinnerte sich Lothar Kiera an den Auftritt der Musiker im Oktober 1996 in Halver. Nach dem Konzert präsentierte er der Band die 15 Jahre alten Zeitungsausschnitte, auf denen Michael Frank und Sebastian Fritzlar noch mit ganz anderer Haarpracht zu sehen waren. Wie viele andere hoffte Kiera, dass es nicht weitere 15 Jahre bis zum nächsten Auftritt der Band in Schalksmühle oder Umgebung dauern wird. ▪ rit

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