49. Konzert der alten Meister: Musik der Barockmeister

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Anni Laflamme (Traversflöte, von links), Annette Wehnert (Violine), Professor Harald Hoeren (Cembalo), Elisa Rabanus (Sopran) und Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello) brachten die musikalischen Werke alter Meister in der Kreuzkirche zu Gehör.

Schalksmühle -  Mit Kantaten, Sonaten und Suiten aus der Feder alter Meister geleiteten Professor Harald Hoeren (Cembalo), Elisa Rabanus (Sopran), Annie Laflamme (Traversflöte), Annette Wehnert (Violine) und Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello) Musikliebhaber am Sonntag in der Kreuzkirche Am Mathagen klangschön ins neue Jahr.

Von Monika Salzmann

Zum 49. Konzert alter Meister hieß Bürgermeister Jörg Schönenberg das Ensemble und seine Zuhörer in der gut besuchten Kirche willkommen. Die Gemeinde sei stolz, ein solches Konzerthighlight stets zu Anfang des Jahres anbieten zu können. Seine warmen Begrüßungsworte verband der Bürgermeister mit einer Einladung zum 50. Konzert.

Ein besonderer Dank ging an Pfarrer Torsten Beckmann und sein Team für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die vorbildliche Betreuung des Ensembles. Beckmann selbst machte seine Geleitworte an der Händel-Kantate „Süße Stille, sanfte Quelle ruhiger Gelassenheit“ für Sopran, Traversflöte und Basso continuo als Teil des Programms fest.

Deutsche, französische und italienische Barockmeister kamen in dem abwechslungsreichen, stilvollen Konzert auf historischen Instrumenten zu Wort. In wechselnder Besetzung führten die fünf Virtuosen unter Leitung von Professor Hoeren, der seit 1984 eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main leitet, in die Welt der Barockmusik, auch als Generalbasszeitalter bezeichnet, ein. Jeder bekam Gelegenheit, sein virtuoses Können als Solist zu beweisen.

Als Spezialistin für die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts erwies sich die junge Sopranistin Elisa Rabanus, die geistliche und weltliche Kantaten ausdrucksstark interpretierte. Zu den weltlichen Kantaten gehörte das mehrsätzige Werk „L’Hiver“ (Der Winter) aus der Feder des Franzosen Joseph Bodin de Boismortier, der sich als galanter Komponist einen Namen machte.

Klare Stimme macht Kantaten zum Genuss

Auf Französisch malte Elisa Rabanus in Rezitativen und Arien bildhaft die Schrecken, aber auch die Freuden des Winters aus. Mit ihrer klaren, schönen Stimme machte sie auch geistliche Kantaten wie Dietrich Buxtehudes Kantate „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“ zum Genuss.

Einfühlsam unterstützten und umschmeichelten die Instrumentalisten die Gesangsstimme. Aus den „Pariser Quartetten“ von Georg Philipp Telemann, die bis heute zu den beliebtesten Kammermusikwerken des Barock gehören, brachte das Ensemble das Quartett in A-Dur für drei Soloinstrumente und Basso continuo mit. Alle Vorzüge von Telemanns eleganter Schreibart brachten die Musiker in Quartettbesetzung zum Vorschein. Der Traversflöte und ihrem warmen Klang war die Sonate e-Moll, op. 6 Nr. 3 von Carl Friedrich Abel „auf den Leib geschneidert“.

Bei drei Stücken von Marin Marais kam die Viola da gamba als Soloinstrument groß heraus. Francesco Maria Veracinis Sonate e-Moll, op. 2 Nr. 8 rückte die Violine in den Mittelpunkt. Aus dem Generalbass-Spiel trat letztlich auch das Cembalo mit Händel und einem der wenigen Solostücke für Tasteninstrumente des Barockmeisters heraus. Als Ensemble und Solisten erwiesen sich die fünf Interpreten allesamt als Meister ihres Fachs.

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