Müll am Bahnhof

Party an den Gleisen - Menschen bringen sich in Gefahr

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Bahnhof in der Ortsmitte.

Schalksmühle - Direkt neben den Bahngleisen am Rewe-Parkplatz liegen eine Menge leerer Alkoholflaschen und weisen auf eine Feier hin. Für das Gelände ist die Deutsche Bahn zuständig.

Das Betreten einer Bahnanlage ist nur für autorisierte Personen gestattet. Trotzdem riskieren in Schalksmühle anscheinend regelmäßig junge Erwachsene und Jugendliche ihr Leben, wenn sie sich an den Schienen aufhalten und Alkohol trinken. Am Rande der Gleise, die oberhalb des Rewe-Parkplatzes ersichtlich und leicht zugänglich sind, liegen leere Flaschen verteilt: von Wodka, Bier, Wein und Schnaps. 

Auf Anfrage bei Silvia Gonzalez im Rathaus der Gemeinde heißt es: „Es kommt häufiger vor, dass dort Verunreinigungen sind.“ Für einen Teil der Unterführung sei die Gemeinde zuständig, für den aktuell vermüllten Ort die Deutsche Bahn (DB). Auch vom Bahnhof Dahlerbrück liegen aktuell Hinweise bei der Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste und Soziales. „Bahnhöfe werden regelmäßig jede Woche gereinigt“, sagt sie. Die Umlage der Schienen wird nur auf Hinweise gereinigt. Auch die Stelle am Rewe-Parkplatz hat Gonzalez nun der Bahn AG mitgeteilt. „Immer wieder liegen dort Flaschen.“ 

Leere Alkoholflaschen liegen neben den Schienen in Schalksmühle oberhalb des Rewe-Parkplatzes.

Die Statistik aus dem Jahr 2017 vermeldet 80 Todesfälle durch unerlaubtes Betreten der Gleise.  Seit vielen Jahren gibt es bei der DB deshalb verschiedene Kampagnen, wie zum Beispiel „Sicher drüber“ oder „Wir wollen, dass du sicher ankommst“. Sie wollen das Betreten von Gleisen verhindern und das richtige Überqueren von Bahnübergängen erklären. 

Präventionsarbeit zur Aufklärung

Zudem gibt es Präventionsteams der Bundespolizei, die gezielt an Schulen Aufklärungsarbeiten leisten. Doch davon lassen sich Jugendliche anscheinend nicht beeindrucken und nutzen die Schienen weiterhin als Treffpunkt. 

Dabei ist das Betreten nicht nur gefährlich, sondern auch verboten und kann eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro nach sich ziehen. Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Polizei ist der Ort als Treffpunkt noch nicht bekannt. Die Beamten seien für Hinweise aber dankbar. 

Erst kürzlich berichteten wir über die Bahngleise am Strücken, an denen ein in die Jahre gekommener Zaun abgerissen wurde und nicht erneuert wird. Die Entscheidung der DB stieß auf Unverständnis bei den Anwohnern, weil sie dadurch unter anderem den Schutz der Kinder vernachlässigt sehen. Die Gleise im Zentrum sind zwar eingezäunt, halten aber nicht vom Betreten ab.

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