Dr. Mojo und Gerd Linnepe bieten gelungenen Abend

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Gitarrist und Sänger Dr. Mojo sowie Gerd Linnepe an der Bluesharp spielten viele beliebte Klassiker.

Schalksmühle - Einen rundum gelungenen Abend erlebten die Besucher am Samstag im ausverkauften Saal der Gaststätte Schinderhannes. Zu Gast waren Sänger und Gitarrist Klaus Stachuletz alias Dr. Mojo und der Schalksmühler Bluesharp-Spieler Gerd Linnepe.

„Der kleine Urlaub vom Alltag“ lautete der Titel einer Veranstaltung, die Musik und gemütliches Beisammensein bei Essen und Trinken miteinander verband. Für das Team des Schinderhannes war eine solche Mischung eine Premiere. Angesichts der großen Nachfrage konnte sich Chefin Marion Stamm die Planung weiterer Konzertabende sehr gut vorstellen.

Das Publikum nutzte seine Möglichkeiten, am Programm mitzuwirken: Denn der Remscheider Musiker Klaus Stachuletz, der außer als Dr. Mojo auch mit der Skiffle-Band „Midnighttrain“ regelmäßig auftritt, brachte ein breites Repertoire an Blues- und älteren Poptiteln mit. Und so wurden auch diverse Wünsche erfüllt – von Bob Marleys / Eric Claptons „I shot the Sheriff“ bis zu „Könnt ihr nicht mal einen Blues spielen?“ Da war das Konzert noch recht jung, und es war noch nicht deutlich geworden, wieviel Blues darin steckte.

Nur ein Wunsch hatte gar keine Chancen: „Atemlos“ lautete der entsprechende Hinweis, und Dr. Mojo fiel auch dazu etwas ein: „Das sagt meine Frau, wenn ich die Treppe hochkomme!“ Überhaupt spielte die Familie des Sängers eine große Rolle in den ausgiebigen Zwischenansagen: Mit Blick auf seine Söhne brachte Klaus Stachuletz dem Publikum den schönen Begriff „pädagogisch interessante Kinder“ nahe, sprach über Termine bei Lehrern und vor dem Jugendrichter, wenn der Racker mal wieder eine Drossel an seiner Mofa ausgebaut hatte. Anders kommen Jugendliche ja auch im Bergischen Land nicht die Hügel hoch.

Besucher sangen kräftig mit

Und natürlich gab es viele Ansagen zur Musik, die durchweg zur Kategorie „Wiederhören macht Freude“ gehörte. Und es blieb nicht beim Hören: Schon bei „Dirty old Town“ neigten einige Besucher dazu, den Refrain mitzusingen – ebenso beim Klassiker „It never rains in southern California“. Später sang der halbe Saal – „Countryroads, take me home“ und der irische Kneipenklassiker „Whisky in the Jar“ machten es möglich. Ray Charles steuerte sein durch Joe Cocker weltbekannt gewordenes „Unchain my heart“ bei, J. J. Cale sein „I keep rolling down the Road“ und Creedence Clearwater Revival erinnerte an die wunderbare „Proud Mary“.

Dazu gab Dr. Mojo Ratschläge fürs Leben, wie jene, die der weise Titel „Nobody wants you, when you’re down and out“ ausbreitete: „Wenn ich wieder auf den Füßen bin, will jeder mein aus den Augen verlorener alter Freund sein.“ Auch „Beschauliches“ – so nannte Klaus Stachuletz die präsentierten Pop-Balladen – fehlte nicht: „Yesterday“ von den Beatles und Bob Dylans „Knockin’ on heaven’s Door“. Cat Stevens’ „Father and Son“ lieferte die Musik zum Thema „Meine Söhne“.

Bevor Klaus Stachuletz und Gerd Linnepe wieder „zurück ins Heim“ mussten, weil „die Nachtschwester wartete“, machte der Sänger noch Werbung für das neue Kinderhospiz Burgholz in Wuppertal. Viele Besucher folgten dem Aufruf und spendeten für die Einrichtung, die am 21. März eröffnet wird. - Von Thomas Krumm

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