Frauenabendkreis gestaltet Gestecke

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In einer beeindruckenden Farbenpracht leuchteten die Gestecke, die die Mitglieder des Frauenabendkreises unter Anleitung von Monika Rössler gestalteten.

Schalksmühle - „Mein Herz geht auf, diese Farbenpracht begeistert!“ Von verschwenderischer Farbenpracht und einem üppigen Blumenmeer zeigte sich Pfarrer Dirk Pollmann am Dienstagabend im Gemeindezentrum Erlöserkirche beim Frauenabendkreis der Frauenhilfe Schalksmühle/Dahlerbrück begeistert.

Unter fachkundiger Anleitung von Monika Rössler, Inhaberin des gleichnamigen Blumengeschäfts am Rathausplatz, kreierten die Frauen „Herbstliche Gestecke“ – so das Motto des Abends.

Aus Bartnelken, Frauenmantel, Goldrute, Astern, Chrysanthemen, Dahlien und Hortensien gestalteten sie mit geschickten Fingern herrlichen, imposanten Blumenschmuck. In eigens mitgebrachten Gefäßen – Steinguttöpfen, Glasschalen, dekorativen Saucieren und dergleichen mehr – nahmen fröhlich bunte oder farblich dezent aufeinander abgestimmte Herbstgestecke peu à peu Gestalt an. Wer Lust hatte, arbeitete reife Weizenähren in sein blühendes Schmuckstück ein. Schritt für Schritt führte Monika Rössler die Gruppe an das floristische Gestalten heran. „Es arbeitet sich besser im Stehen. Man muss ja von oben auf das Werkstück schauen können“, erklärte sie.

Den Umgang mit Steckmasse samt fachgerechtem Einsetzen ins Gefäß, den richtigen Anschnitt der Blumen mit einem scharfen Messer und den Aufbau eines Gestecks erklärte sie. Dass sich Steckmasse beim Wässern von allein voll saugen muss und nicht untergetaucht werden darf, sie beim Einsetzen zwei Zentimeter über den Rand des Gefäßes hinausragen muss („Weil man sonst nicht seitlich stecken kann“) und Floristen ihre Gestecke immer von unten aufbauen, ließ sie ihre aufmerksamen Zuhörerinnen wissen.

Der Einfachheit halber blieb es den Frauen überlassen, ihre Gestecke nach eigenem Geschmack zu gestalten. „Jeder ist frei, es gibt keine Vorgaben.“ Viele hilfreiche Tipps und Tricks gab Monika Rössler den Frauen, die mit sichtlichem Vergnügen bei der Sache waren, an die Hand. In jedes Loch innerhalb der Steckmasse nur einmal zu stechen („Das Loch wird sonst zu groß, die Blume wird locker und fällt dann raus“), nur glatte, saubere Stiele zu verwenden und jegliche Knoten, die das Einsteckloch erweitern, an Stängeln abzuschneiden, gehörten dazu. Das Ergebnis – farbenprächtige Gestecke in den rauschenden Farben des Spätsommers – konnte sich sehen lassen.

Karin Ramke, stellvertretende Leiterin des Kreises, bedankte sich bei der Floristin. Das abschließende Wort blieb Pfarrer Dirk Pollmann vorbehalten, der in den Gestecken gleichsam eine Verlängerung des Sommers sah und in seiner Andacht auf die zwei Seiten des Herbstes zu sprechen kam. „Bald ist es vorbei mit den schönen Tagen. Bei manchen kommt schon Wehmut auf“, erklärte er. Von Wehmut mit Blick auf die kalte Jahreszeit und der Fülle des Herbstes erzählte er. - Von Monika Salzmann

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