"2016 war ein gutes Jahr"

+

Schalksmühle - Pro Tag besuchen zu den normalen Öffnungszeiten durchschnittlich 65 Kinder und Jugendliche das Jugendzentrum (JUZ) Wansbeckplatz, hinzu kommen viele Aktionen, Ferienangebote, Fahrten und Freizeiten. Im Gespräch mit Redakteur Markus Wilczek blicken die JUZ-Mitarbeiter Kerstin Busse und Arne Elsbernd deshalb auch auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Das Jugendzentrum ist seit heute geschlossen, öffnet erst nach den Weihnachtsferien wieder, Zeit also, ein kleines Fazit zu ziehen. Wie fällt dieses aus?
Kerstin Busse: 2016 war ein gutes Jahr, wir haben sehr viel gemacht. Neben den täglichen Angeboten gab es beispielsweise den Ferienspaß, den Stöbertag, das Fußballturnier mehrerer Jugendzentren um den Volmetal-Cup, die Actionwoche, den Tag der offenen Tür, die Rosenmontagsfahrt zum Rodeln und natürlich unsere Fahrten- und Ferienprogramme.

An wen richten sich die Angebote des Jugendzentrums hauptsächlich?
Arne Elsbernd: Wir versuchen unser Programm in der Regel so zu gestalten, dass möglichst alle Altersgruppen unter den Kindern und Jugendlichen angesprochen werden. Auch bei unseren Fahrtangeboten in den Ferien achten wir darauf, für alle Altersklassen etwas dabei zu haben. Deshalb sind die Fahrten meistens auch ausgebucht. Die Kinder und Jugendlichen suchen sich gezielt heraus, was sie interessiert.

Welche Altersgruppe ist im Jugendzentrum zahlenmäßig am stärksten vertreten, und zu welchen Zeiten ist die Einrichtung am besten besucht?
Elsbernd: Generell lässt sich sagen, dass wir in den Wintermonaten mehr Besucher haben als im Sommer. Wenn es warm und das Wetter schön ist, gibt es auch viele Möglichkeiten, sich draußen zu beschäftigen. Viele Kinder und Jugendliche zieht es dann beispielsweise an die Glör.
Busse: Wir führen genau Buch über unsere Besucherzahl. Durchschnittlich kommen pro Tag 15 Kinder der Altersgruppe sechs bis elf Jahre, 20 Kinder der Altersgruppe zwölf bis 15 Jahre und 30 Kinder die älter als 15 Jahre sind zu uns.

Wie hat sich die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in vergangenen Jahren verändert?
Busse: Die vielen Medien werden für unsere Zielgruppe immer interessanter, besonders das Handy ist bei uns natürlich ein großes Thema. Weil wir hier das Miteinander fördern wollen, haben wir mittlerweile die Regeln vieler Spiele verfeinert. So werden beispielsweise Strafkarten oder -punkte verteilt, wenn jemand statt auf das Spiel zu achten mit seinem Handy beschäftigt ist.

Die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft wird von Politik und Verwaltung als eine der großen Aufgaben der Zukunft angesehen. Findet diese im JUZ bereits statt?
Elsbernd: In der zweiten Jahreshälfte 2016 lautete unser Leitthema Integration. Wir haben beispielsweise ein integratives Fußballturnier angeboten und waren zuletzt auf Wunsch einiger Flüchtlinge zusammen mit einem Förster in der Natur unterwegs, haben den Wald näher erklärt. Zudem nehmen einige Flüchtlingskinder auch regelmäßig unsere Angebote im JUZ wahr.

Wie sieht der Alltag im Jugendzentrum aus?
Elsbernd: Vielen Kids merken wir immer stärker an, dass sie durch Ganztagsschule, Hobbys und andere Aufgaben gestresst sind. Sie sind teilweise wirklich geschafft, wenn sie in die Einrichtung kommen und dann froh, endlich mal nichts vorgegeben zu bekommen, einfach mal ein bisschen sitzen, Musik hören und sich frei entfalten zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare