„Mit Freunden in der Gemeinde leben“

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Der Kirchenchor Hülscheid-Heedfeld unter der Leitung von Doris Petrick (r.) musizierte mit den Bläsern des Jubiläums-Posaunenchores unter der Leitung von Wolfgang Bachmann. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Unter dem Leitwort „Lobe den Herren“ gründeten vor 100 Jahren einige junge Leute gemeinsam mit ihrem Pastor einen Posaunenchor.

Am Sonntag feierten die Blechbläser, die sich heute aus Mitgliedern der zusammengeschlossenen Gemeinden Hülscheid und Heedfeld zusammensetzen, in der Evangelischen Kirche Heedfeld mit einem Konzert ihr 100-jähriges Bestehen. An der Festveranstaltung nahmen nicht nur die Jubilare unter der Leitung von Wolfgang Bachmann, sondern auch der Kirchenchor der Gemeinde Hülscheid-Heedfeld (Leitung: Doris Petrick) sowie Ingrid Hahn an der Orgel teil. Mit „Vier Tonstücken“ von Georg Friedrich Händel eröffnete der Posaunenchor feierlich den konzertanten Nachmittag.

„Leben lässt sich nur mit Freunden leben“, erklärte im Anschluss Pfarrerin Doris Korte. Die Mitglieder des Posaunenchores und des Kirchenchores seien für die Gemeinde längst zu Freunden geworden. Musikalisch boten der Posaunenchor und der Kirchenchor eine abwechslungsreiche Mischung von kirchenmusikalischen Stücken, klassischen Werken und bekannten Volksliedern. Im ersten Teil des Programms waren mit „Allemanda“ und „Corrente“ zwei Werke aus der Feder von Antonio Vivaldi zu hören. Feierlich ging es beim Chorus „Majesty“ des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Dr. Jack W. Hayford zu, den die Bläser spielten. Chor und Bläser interpretierten die „Kantate von Walcha“.

In der zweiten Konzerthälfte brachten die Musiker und Sänger Volkslieder zu Gehör. So gab der Kirchenchor die Stücke „Wohl auf in Gottes schöne Welt“, „Der Kuckuck, der uns neckt“ und „Kein schöner Land“ zum Besten. Vor der Interpretation des christlichen Liedes „In dir ist Freude“ durch den Posaunenchor stellte Wolfgang Bachmann die beiden jüngsten Musiker im Ensemble, Martin Korte und Bastian Patti, sowie deren „hervorragende Leistungen“ heraus.

Zwischen den musikalischen Teilen wartete Pfarrerin Korte mit ebenso nachdenklich machenden wie unterhaltsamen Erzählungen auf. Das Publikum hörte die Geschichte eines reichen Mannes, der seinen Sohn mit zu einer armen Familie nimmt, damit er sieht, wie die ärmeren Menschen leben. Doch die Tatsache, dass die weniger wohlhabende Familie über einen See statt einen Swimmingpool und über den Sternenhimmel statt ein paar Lampen verfügt, lässt in dem Kind die Erkenntnis reifen, dass tatsächlich die weniger wohlhabende Familie reich und die eigene arm ist. Im Anschluss an „Großer Gott wir loben dich“, bei dem beide Formationen das Publikum zum Mitsingen animierten, musste nach langem App laus noch eine Zugabe gegeben werden. Auf Wunsch von Pfarrerin Doris Korte spielte der Posaunenchor auf beeindruckende Weise den „Highlander“. ▪ bot

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