Überlegungen zur Verkehrsberuhigung

Bald Minikreisel für Stallhaus?

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Schalksmühle - Das neue Wohngebiet Stallhaus beschäftigt die Schalksmühler auch im Hinblick auf den zukünftigen Verkehr. Möglichkeiten zur Anbindung wurden geprüft. Das Ergebnis: Minikreisel sind denkbar.

Die Errichtung von zwei Minikreisverkehren in Stallhaus ist grundsätzlich möglich – zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung, mit der sich am Montag, 24. Juni, der Bau- und Planungsausschuss befasst. 

Das Ingenieurbüro Bramey.Bünermann hatte im Auftrag der Gemeinde untersucht, ob die Platzverhältnisse an den Knotenpunkten Stallhaus/Falkenweg und Stallhaus/Waldesruh für die Errichtung von Kreisverkehren ausreichen, mit denen das neue Wohngebiet in Stallhaus angebunden werden soll. Zudem sollte das Büro die Vor- und Nachteile, die sich daraus ergeben, analysieren. 

Zwei Knotenpunkte im Blick

Der Knotenpunkt Stallhaus/Falkenweg ist laut der Untersuchung, bei der die vorhandene Platzsituation und die benötigten Gehwegbreiten berücksichtigt wurden, für einen Minikreisverkehr mit einem maximalen Durchmesser von 17 Metern geeignet. Für den Knotenpunkt Stallhaus/Waldesruh sei ein maximaler Durchmesser von 16 Metern möglich. In beiden Fällen wird empfohlen, den Kreisel überfahrbar zu machen, damit auch größere Fahrzeuge, unter anderem der ÖPNV, den Kreisverkehr leichter nutzen könnten. 

Als Vorteile nennt der Untersuchungsbericht in beiden Fällen an erster Stelle eine gesicherte Querung der Fahrbahn für Fußgänger. Außerdem werde die gefahrene Geschwindigkeit verringert und die Verkehrsberuhigung gesteigert. Die Kapazität beider Kreisverkehre würde nach Zählungen und Schätzungen des Verkehrsaufkommens bei Weitem nicht ausgelastet, und betrage in der Spitzenstunde 140 (Stallhaus/Falkenweg) sowie 210 Fahrzeuge (Stallhaus/Waldesruh). 

Es ergeben sich auch Nachteile

Aus der Analyse ergeben sich auch mehrere Nachteile: Aufgrund der engen Platzverhältnisse seien keine baulichen Fahrbahnteile in den Zu- und Ausfahrten möglich. Zudem würden mehrere Stellflächen im Bereich der Kreisverkehre wegfallen. Ein weiterer Nachteil am Kreisverkehr Stallhaus/Falkenweg sei, dass die Garageneinfahrten der Häuser Stallhaus Nummer 50 und 52 unmittelbar an der Kreisfahrbahn liegen. 

Da die Verkehrsbelastung an der Straße Stallhaus deutlich höher sei als am Falkenweg, bestehe zudem die Gefahr, dass der Knotenpunkt von Verkehrsteilnehmern nicht als Kreisverkehr wahrgenommen werde. Beim anderen Kreisel wird die Gefahr gesehen, dass in der Straße Waldesruh aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens der neuen Anbindung sowie der geringen Anzahl der Linksabbieger der Straße Stallhaus besonders in den Morgenstunden der Verkehrsfluss gestört werde. 

Neuordnung der Stellflächen ist ebenfalls Thema

Die Kosten für den Umbau der Kreuzung Stallhaus/Falkenweg zu einem Kreisverkehr würden rund 75 000 Euro betragen, bei der anderen Kreuzung lägen die Baukosten bei etwa 100 000 Euro, da hier gegebenenfalls auch Bushaltestellen in der Straße Waldesruh mit angepasst werden müssten. Auch die Neuordnung der Stellflächen an der Straße Stallhaus steht im Ausschuss auf der Tagesordnung. 

Diese Neuordnung hatte der Gemeinderat im Dezember als Teilmaßnahme zur Verkehrsberuhigung beschlossen. Nach Erhebungen der Verwaltung gibt es, je nachdem, ob die Idee Minikreisverkehre zu errichten, weiterverfolgt wird, zwei Varianten. Mit Kreisverkehren wären es 41 Stellplätze, ohne 46.

Der Bau- und Plaungsausschuss tagt am 24. Juni um 16 Uhr im Ratssaal.

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