Projekt der Mini-Häuser

„Lifestyle trifft Ökologie“: Tiny Houses geplant

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Rotthausen von oben: Auf dieser Anhöhe könnten bald einige Mini-Häuser hinzukommen.

Fünf bis sechs kleine Holzhäuser, geeignet für Singles oder Senioren, kleine Familien oder Paare, ökologisch an der Grenze zur Perfektion - das ist der Plan in eine Kommune im Märkischen Kreis.

Schalksmühle – Besondere Tiny Houses sind der Plan, den am Montag der Schalksmühler Jan Schriever für die Ortslage Rotthausen vor dem Bau- und Planungsausschuss in Schalksmühle skizzierte.

Wie es genau in der Endausführung und im Detail aussehen könnte, ließ Schriever vor dem Fachausschuss offen. Doch in Grundzügen stehen die Überlegungen, die er vor dem Fachausschuss erstmals erläuterte. Zwischen dem Gelände des Kleingartenvereins und der Rotthauser Straße könnte demnach ein Wohnmodell umgesetzt werden, das im weiten Umkreis einzigartig wäre.

Positive Reaktionen in der Politik

In der Politik lief Jan Schriever offene Türen ein. Die Rückmeldungen aus allen Fraktionen waren positiv. Ein Bekannter von ihm in Gent wohne in einem solchen Haus. „Der fühlt sich pudelwohl“, so die erste Rückmeldung von Bernd Josef Schmitt (CDU). Er sei „begeistert“, legte Michael Müller (UWG) nach.

Die Tiny Houses aus Holz haben verschiedene Besonderheiten. Von effizientem Heizen und Kühlen bis hin zu Fotovoltaik-Anlagen ist einiges geplant.

Es sei wichtig, die ökologischen Belange im Blick zu haben, stellte SPD-Fraktionschef Lutz Schäfer fest und freute sich, dass ein Schalksmühler das Projekt entwickeln wolle. Auch der Standort finde seine Zustimmung. Ein „Referenzobjekt für die Marke Schalksmühle“ nannte André Krause (CDU) das Vorhaben, und es sei zudem zu begrüßen, dass neben den Diskussionen um den Bau von Eigentum damit auch Mietwohnungen Berücksichtigung fänden. „Das ist mal ein anderer Weg“, sagte auch Ortwin Schmidt (UWG) und signalisierte ebenfalls Unterstützung. Und damit konnte die Rückmeldung im politischen Raum bei der Erstpräsentation kaum positiver ausfallen.

Das ist mal ein anderer Weg.

Ortwin Schmidt (UWG)

Doch was genau plant Jan Schriever für den Ortsteil in unmittelbarer Nähe von Schule und Kindergarten? „Lifestyle trifft Ökologie“, ist die Überschrift über einer Präsentation. Auch eine Internet-Seite ist seit wenigen Tagen am Start. Unter www.lifelogisch-wohnen.de finden Interessenten einen Überblick. Tiny Houses sind derzeit auch in einem anderen Zusammenhang in Schalksmühle geplant.

„Voll im Trend“ sollen die Häuser sein

„Von wegen Bretterbude: Kubistische Bauform, viel Glas, ansprechende Fassade – Holzhäuser sind voll im Trend. Das Wohnen steht für gesundes und nachhaltiges Wohnen. Heute sind Häuser aus Holz präzise gefertigte, energieeffiziente Bauwerke. Innovative Heizmöglichkeiten und Energie-Gewinnung, CO2-bindend – sollen das Wohnen in den Mini-Häusern in Rotthausen abrunden“, heißt es in einer Präsentation.

Die Holzmasse helfe, die Temperatur zu regulieren, weshalb ein effizienteres Heizen und Kühlen ermöglicht wird. Mit modernster Technik werde mit der Sonne und wie die Sonne geheizt, so die Überlegung. Die Idee: Über eine zentrale oder einzelne Fotovoltaik-Anlage soll der Strom produziert werden, der Infrarot-Heizungen betreibt.

Viele Häuser werden es nicht: Sechs Gebäude stehen derzeit im groben Entwurf.

Weitere Besonderheiten: Neben schnellem Internet, einer modernen Fassade, vielen Parkmöglichkeiten, Gärten, Terrassen sollen zahlreiche andere Dinge wie eine zentrale Hundewaschanlage Mieter locken.

Architektonisch sollen sich die Häuser an die Bauhaus-Architektur anlehnen. Mit großen Fenstern und Terrassen mit Talblick, optimaler Raumnutzung und eben den energetischen Vorteilen der Holzbauweise vermutlich aus Lärchenholz soll die kleine Siedlung weiter punkten.

Sechs Häuser stehen derzeit in der Planung

Groß wird die Siedlung nicht, für die eine Satzungsänderung, aber kein weiteres planungsrechtliches Verfahren erforderlich wäre. Zwei Häuser in einer Größenordnung von 70 bis 80, zwei weitere zwischen 45 und 55 und zwei zwischen 85 und 95 Quadratmetern – das steht zurzeit in der groben Entwurfsplanung.

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